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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

NABU ruft zur Teilnahme an Anti-Atom-Demo am 5.9. auf

04. September 2009 (Berlin/HL-red.) Der NABU ruft alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Anti-Atomkraft-Demonstration am 5. September in Berlin auf. Als mitgliederstärkster Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands zählt der NABU zu den Unterstützern des Protestzugs vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor mit anschließender Kundgebung.

„Kurz vor der
Bundestagswahl wollen wir der Politik deutlich machen, dass es keinen
Ausstieg aus dem Atomausstieg geben darf“, sagte NABU-Präsident Olaf
Tschimpke. Je mehr Menschen gegen eine Verlängerung der Laufzeiten von
Atomkraftwerken auf die Straße gingen, desto schwerer würde es einer
künftigen Regierung den gesellschaftlichen Atomkonsens aufzukündigen.
Union und FDP hatten entsprechende Pläne geäußert.

Neben dem Festhalten am Atomausstieg sei eine faire Suche nach einem
tatsächlich geeigneten Endlager für radioaktiven Müll das wichtigste
Anliegen der Demonstranten. In den vergangenen Tagen waren Belege
aufgetaucht, dass Gutachten über die Eignung des Salzstocks Gorleben als
atomares Endlager in den 80er Jahren manipuliert wurden. „Offenbar hat
man sich erst für Gorleben entschieden und dann Gutachten frisiert, um
die Vorfestlegung zu bestätigen. Angesichts dieses haarsträubenden
Vorgehens muss die Suche für ein sicheres Endlager jetzt endlich
beginnen“, forderte Tschimpke. Statt weiter blind an dem
niedersächsischen Salzstock festzuhalten, müsse der neu gewählte
Bundestag endlich ein ergebnisoffenes Suchverfahren für ein atomares
Endlager einleiten.

Über Jahrtausende strahlender Atommüll dürfe nur an einem Standort
eingelagert werden, der nach wissenschaftlichen Kriterien der sicherste
in Deutschland sei. Dazu müssten zuerst Sicherheitskriterien entwickelt
und dann anhand dieser Maßstäbe verschiedene Standorte verglichen
werden. „Die Bevölkerung muss an dem Auswahlprozess beteiligt werden und
die Atomkonzerne müssen die Kosten tragen. Sie haben uns schließlich den
Atommüll eingebrockt“, ergänzte NABU-Energieexperte Elmar Große Ruse.

Für Rückfragen:
Elmar Große Ruse, NABU-Energieexperte, Tel. 0173-3522872 (auch auf der
Demonstration am Samstag).

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Quelle: NABU Schleswig-Holstein

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