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Keine Untersuchungen in Eggebek für ein CO2-Lager geplant

26. August 2009 (HL/red.) Dieser Pressebeitrag der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stellt klar: "Die Medienberichterstattung zu den Forschungen der Universität in Eggebek vermischt unterschiedliche Tatbestände und Themen, die nicht zusammen gehören: Zielsetzung der Untersuchungen in Eggebek sollte die auch von den Wasserverbänden häufig geforderte Risikobewertung sein, welche chemischen und mikrobiologischen Folgen zu erwarten sind, wenn CO2 in oberflächennahe Grundwasserleiter eindringt, die auch zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Die Untersuchungen werden in 20 bis 30 Metern Tiefe vorgenommen. Aussagen über die Eignung der Speicherhorizonte in 2000 m Tiefe für ein Kohlendioxidlager sind so nicht möglich.

Das Präsidium legt Wert auf die Feststellung, dass es sich nicht um industrielle Auftragsforschung handelt. Die Finanzierung dieser Untersuchungen kommt ausschließlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin, vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Halle/ Leipzig und von der Kieler Universität.

Der hohe Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) ist weltweit ein erhebliches Problem, bewirkt er doch den Treibhauseffekt. Deshalb müssen wir uns nicht nur damit beschäftigen, wie wir den Ausstoß verringern, sondern ebenso, ob eine Entsorgung möglich ist. Dazu gehören die Risiken, die mit einer unterirdischen Lagerung von CO2 verbunden sein könnten. Die Bearbeitung all dieser Fragen ist der gesellschaftliche Auftrag von Universitäten. Sie tragen mit ihrer Expertise zur Lösung gesellschaftlicher Probleme bei und sollen im Gespräch befindliche Lösungen bewerten.

Das Präsidium ist stolz darauf, mit Professor Andreas Dahmke einen herausragenden Forscher mit großer Expertise zu diesem Thema an der Universität zu haben - einen der wenigen, die sich bundesweit mit dieser Thematik auskennen. Mit umso größerer Sorge sieht die Christian-Albrechs-Universität nun, dass in Schleswig-Holstein auf diese Weise unabhängige und gesellschaftlich wichtige Forschung behindert wird. Professor Dahmke wird sich in Reaktion auf den völlig unangemessenen Umgang mit diesem Thema aus Eggebek zurückziehen und die Untersuchungen außerhalb Schleswig-Holsteins vornehmen."

Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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