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Seehundzählung 2009 SH-Wattenmeer: positive Entwicklung!

25. Juli 2009 (HL/red.) Die Seehunde an Schleswig-Holsteins Nordseeküste nehmen weiter zu. Das teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als Ergebnis der bisher drei Zählflüge in diesem Jahr mit. Damit wird der mehrjährige positive Trend bei den Seehunden (Foto ü/sh-na) im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer erneut bestätigt. Umweltminister Dr. Christian von Boetticher freute sich über die anhaltende Erholung der Seehundpopulation im Nationalpark Wattenmeer:

"Nach den beiden verheerenden Staupeepidemien in den Jahren 1988 und 2002, in denen tausende Seehunde starben, freue ich mich über dieses sehr gute Zeichen für den Lebensraum Wattenmeer. Ich werte es als Ausrufezeichen für unser neues Weltnaturerbe."

Schon Mitte Juni wurde die Höchstzahl an Seehunden festgestellt: 8.415 Seehunde, 63 Tiere mehr als im Vorjahr. Das ist der höchste Stand seit Anfang der 1970er Jahre, seit Beginn der Seehundzählungen vom Flugzeug aus.
Die Geburtssaison hatte in diesem Jahr früh angefangen. Schon Anfang Juni wurden 240 Jungtiere gesichtet, Mitte Juni waren es bereits 2.263. Das ist eine deutliche Zunahme im Vergleich zu den letzten vier Jahren, in denen konstant ca. 2.100 verzeichnet worden waren.

Mit genaueren Analysen der Bestandsentwicklung wird gerechnet, sobald auch die Ergebnisse der Zählungen aus Niedersachsen, den Niederlanden und Dänemark vorliegen und in Schleswig-Holstein die letzten beiden Zählflüge im August stattgefunden haben.
Die Zählungen finden alljährlich in den Monaten Juni bis August statt. Dabei überfliegen Seehundzähler die trocken gefallenen Sandbänke, auf denen die Tiere in den Sommermonaten in der Sonne liegen. Größere Rudel werden fotografiert und später durchgezählt. Dabei geht man jeweils davon aus, dass sich während des Überflugs etwa ein Drittel der Seehunde zum Beispiel wegen der Nahrungsaufnahme im Wasser aufhält und damit für die Forscher nicht sichtbar ist.


Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume |

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