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Tierschutzminister v. Boetticher: "Tiere keine Urlaubssouvenirs"

24. Juli 2009 (Kiel/HL-red.) Gibt es immer noch Unbelehrbare? Offensichtlich ja; denn sonst würde diese Pressemeldung nicht aufmerksam machen: "Tierschutzminister Dr. Christian von Boetticher hat zum Ferienbeginn dazu aufgerufen, auf das Mitbringen von Tieren als Urlaubssouvenirs zu verzichten. Angesichts von streunenden Hunde und Katzen an vielen Urlaubsorten überkomme jedes Jahr viele Urlauber Mitleid mit solchen Tieren, die oft verwahrlost und in keinem guten gesundheitlichen Zustand seien. "Mitleid ist menschlich verständlich, aber letztlich meist kein guter Ratgeber", sagte dazu von Boetticher.

Wer aus einem spontanen Entschluss heraus einen Hund oder eine Katze aus fernen Ländern mitbringe, solle vorher die Folgen bedenken und sich zum Beispiel bewusst sein, dass der Streuner ein freies Leben gewohnt sei, hierzulande aber im Haus gehalten werden und gegebenenfalls an der Leine geführt werden müsse. Zudem bestehe ein hohes Risiko zur Einschleppung gefährlicher Erreger; Tollwut oder andere in Mittelmeerländern und osteuropäischen Ländern weit verbreitete Krankheiten, insbesondere parasitäre Erkrankungen, bedeuteten nicht nur ein Gesundheitsrisiko für die betroffenen Tiere selbst, sondern können für den Menschen und hiesige Haustiere sehr gefährlich sein. Außerdem benötigten die Tiere bei der Einreise nach Deutschland einen gültigen internationalen Impfpass sowie eine Gesundheitsbescheinigung. Sei beides nicht vorhanden, so könne das Tier in das Herkunftsland zurückgeschickt oder im schlimmsten Fall sogar getötet werden.



Foto (Reinhard Bartsch): Dieser kleine Yorkshire wurde erfreulicherweise nicht wegen seines "kläglichen" Aussehens aus Mitleid aus dem Urlaub mitgebracht - dieser "Wauwi" kommt vielmehr gerade aus der Badewanne. Leider sehen andere seiner "KollegInnen" oftmals in bestimmten Urlaubsländern auch "trocken" so aus...


"Es ist oft nicht sinnvoll, aus Mitleid im Ausland einen Hund oder ein anderes Haustier von der Straße aufzulesen und mit nach Deutschland zu nehmen. Den streunenden Vierbeinern ist oft besser geholfen, wenn die Tierschutzvereine in den Urlaubsländern mit einer Spende unterstützt werden. Dabei sollte besonders die Kastration der Tiere vor Ort gefördert werden, weil nur so die Zahl heimatloser Tiere langfristig nachhaltig verringert werden kann", rät Tierschutzminister von Boetticher. Außerdem gebe es auch hierzulande in den Tierheimen viele einsame Tiere, die sich über ein neues Zuhause freuen würden - auch und gerade in der Urlaubszeit.


Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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