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Natur Umwelt Klima Energie

ZDH und IG BAU starten „Haus sanieren – profitieren“

19. Juli 2009 (Dortmund/HL/red.) Ab sofort bieten die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU/Osnabrück) und das Handwerk mit ihrer Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ bundesweit kostenlose Energie-Checks für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer an. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, der DBU-Kurator und IG BAU-Vorsitzende, Klaus Wiesehügel, sowie DBU-Vertreter Dr. Markus Große Ophoff starteten heute offiziell die Kampagne unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

„Das Klima-Programm wirkt wie ein Konjunkturpaket, das mithilfe von Tausenden von Handwerkern Investitionen in Milliardenhöhe anschieben kann“, meint Große Ophoff. Ziel von "Haus sanieren – profitieren" sei es, Eigentümer für energetische Einsparpotenziale zu sensibilisieren und zu motivieren, ihre Immobilie fit für die Zukunft zu machen. Die Kampagne ist auf fünf Jahre angelegt und wird von der DBU mit insgesamt fünf Millionen Euro gefördert.

„Privathäuser verbrauchen etwa so viel Energie wie der Verkehr oder die Industrie hierzulande“, erläutert der DBU-Kurator und Initiator der Kampagne, Klaus Wiesehügel. „Der Sanierungsbedarf ist riesig.“ Durch Maßnahmen, die mithilfe von „Haus sanieren – profitieren“ angestoßen werden, können private Haushalte bundesweit jährlich bis zu 135.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat „sehr gerne“ die Schirmherrschaft übernommen. „Bis 2016 lassen sich allein durch Gebäudesanierungen, Modernisierung oder Austausch von Heizungsanlagen schätzungsweise zehn Prozent des gesamten Endenergiebedarfs privater Haushalte in Deutschland einsparen“, betont sie in ihrem Grußwort. So könnten die Deutschen mit der energetischen Gebäudesanierung bis 2020 insgesamt mindestens 50 Milliarden Euro Heizkosten sparen. Das mache bis zu 500 Euro im Jahr pro Haushalt aus.

Der unverbindliche Service von geschulten Betrieben kann Überzeugungsarbeit leisten, von der nicht nur das Klima durch weniger Energieverbrauch profitiert, sondern auch die Eigentümer über sinkende Energiekosten und das Handwerk mit Aufträgen und Beschäftigung, kommentiert Kentzler das Programm. „Damit flankiert die Kampagne die Anstrengungen der Bundesregierung zur Stabilisierung der Bau- und Ausbauhandwerke in der Wirtschaftskrise“, betont Kentzler. „Jede in die energetische Gebäudesanierung investierte Milliarde sichert beziehungsweise schafft rund 20.000 Arbeitsplätze“, so Wiesehügel.

„Der kostenlose Energie-Check ist einfach aufgebaut, bewertet den baulichen Zustand kurz und knapp in einem Farbschema, hat Signalkraft und ist als Erstanspracheinstrument gut geeignet“, meint Große Ophoff. Er ersetzt nach Ansicht von Kentzler aber nicht eine ausführliche Energieberatung. Diese ist Grundlage für Sanierungsmaßnahmen und kann durch die geprüften Gebäudeenergieberater im Handwerk erfolgen. Kentzler: „Unsere Betriebe verfügen über das notwendige Fachwissen. Mit ihrer Nähe zum Kunden sind sie als Ansprechpartner prädestiniert – sowohl als Berater wie auch als anschließender Problemlöser."

Wer sich für eine Sanierung entscheidet, kann die attraktive Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen – zum Beispiel über zinsgünstige Kredite oder direkte Zuschüsse der KfW-Bankengruppe – nutzen. „Der Staat schießt für die Sanierung bis zu 12.000 Euro zu", meint Große Ophoff.

Seit 2008 hat die DBU die Initiative Schritt für Schritt bundesweit ausgedehnt. Inzwischen beteiligen sich bereits über 8.800 Handwerker und bieten den unentgeltlichen Service an. Damit gehört „Haus sanieren – profitieren“ zu einer der größten Klimakampagnen Deutschlands. Bundesweit rechnet die DBU mit etwa 20.000 Kooperationspartnern. Interessierte Hausbesitzer finden DBU-Kooperationspartner in ihrer Nähe unter www.sanieren-profitieren.de. Dort sind auch weitere Schulungstermine für Handwerker gelistet.

Quelle: DBU















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