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Störfall AKW Krümmel - das sagte Greenpeace schon gestern

04. Juli 2009 (Krümmel/HL/red.) Greenpeace: Störfall im Atomkraftwerk Krümmel zeigt Parallelen mit vergangenen Pannen - Zweijährige Überprüfung des Vattenfall-Reaktors konnte Probleme nicht beheben: Seit zwei Jahren bekannte Probleme sind erneut veranwortlich für den jüngsten Störfall im Atomkraftwerk Krümmel. Wie die schleswig-holsteinische Atomaufsicht mitteilt, hat es im Atomkraftwerk Krümmel in Verbindung mit dem Ausfall eines Transformators Probleme bei der Steuerung der Speisewasserpumpen gegeben.

2007 gab es während des
Trafobrandes im gleichen technischen Bereich des Reaktors eine ähnliche
Panne. Auch damals war die ausreichende Versorgung des Reaktors mit
Kühlwasser und Strom gefährdet. Der Reaktor wurde abgeschaltet.

„Vattenfall bekommt die Atomenergie nicht in den Griff“, sagt Mathias
Edler, Atom-Experte von Greenpeace. „Zwei Jahre Dauerprüfung, Reparatur und
Entwicklung von Gegenmaßnahmen und jetzt kurz nach dem Wiederanfahren des
Reaktors das gleiche Problem: Vattenfall sollte keine hochriskanten
Atomkraftwerke betreiben dürfen“. Einer der jetzt erneut betroffenen
Transformatoren zur Eigenstromversorgung wurde 2007 nach dem Defekt per
Tiefflader zur Reparatur und Überprüfung nach Dortmund transportiert.

Laut Vattenfall sei die aktuelle Schadensursache diesmal allein ein
offenbar schon vor einiger Zeit von Hand falsch geschaltetes Ventil. Ein
technischer Defekt scheide aus, teilt der Konzern mit. „Das offenbart die
Unzuverlässigkeit des Betreibers“, sagt Edler. "Wenn in einem hochriskanten
AKW einfach unbemerkt irgendwelche Hebel und Schalter umgelegt werden
können, dann ist das Grund, dem Betreiber die Lizenz zu entziehen und den
Reaktor endgültig stillzulegen."

Auch 2007 gab es einen Bedienfehler der Mannschaft, der die Situation
während des Trafobrandes noch verschärfte.

Quelle: Greenpeace e.V.
Grosse Elbstrasse 39
22767 Hamburg
www.greenpeace.de

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