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Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt

26. Juni 2009 (sh-na/Husum/HL/red.) Wie mitgeteilt wird, gab soeben die UNESCO im spanischen Sevilla bekannt, dass das niederländische und deutsche Wattenmeer in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen wurde. Das Wattenmeer ist damit die erste deutsche Naturlandschaft, die zum Welterbe der Menschheit erklärt wurde. " Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und sind stolz darauf - sowohl als Bewohner dieser Region am Weltnaturerbe als auch als Gastgeber dieses einzigartigen Naturerlebnisraumes“, so Constanze Höfinghoff, Geschäftsführerin der Nordsee-Tourismus-Service GmbH (NTS) in Husum.

„Als UNESCO-Weltnaturerbe spielen wir in einer Liga mit dem Grand Canyon oder
dem Great Barrier Reef. Das birgt für uns Chancen, auch international eine hohe
Aufmerksamkeit zu erreichen und viele Neugierige in die Welt des Wattenmeeres
einzuladen."



Foto (Nordsee-Tourismus-Service GmbH): Wattwanderung /

Die Annerkennung zum Weltnaturerbe ist die höchste Auszeichnung, die eine
Naturlandschaft erlangen kann. Das Wattenmeer ist weltweit einzigartig: Hier
wechseln sich Ebbe und Flut alle sechs Stunden ab. Wenn sich die Nordsee zur
Ebbe zurückzieht, können Urlauber mit qualifizierten Wattführern über den
Meeresboden vom Festland zu Inseln und Halligen wandern und die einzigartige
Welt der Meeresbewohner und der zahlreichen Wasservögel entdecken. Aus
gebührender Entfernung können sogar Seehunde beobachtet werden, die sich auf
einer Sandbank sonnen.

Voraussetzungen für die Aufnahme eines Gebietes in die Welterbeliste sind sein
außergewöhnlicher universeller Wert, seine Unversehrtheit und dass der Schutz
des Gebietes gewährleistet ist. Das Wattenmeer erfüllt sogar drei dieser
Kriterien mit rund 10.000 Tier- und Pflanzenarten, die hier ihren Lebensraum
haben. Jedes Jahr legen rund 10 bis 12 Millionen Vögel auf ihrer Durchreise von
den Brutgebieten in Sibirien, Skandinavien oder Kanada zu ihren
Überwinterungsgebieten in Westeuropa und Afrika oder zurück eine Rast im
Wattenmeer ein. Nur hier finden sie genug Nahrung, um die Tausende von
Kilometern lange Reise machen zu können.
Auf einmalige Weise zeigt sich hier, wie Pflanzen und Tiere sich an die ständig
wechselnde Landschaft zwischen Ebbe und Flut anpassen.
Das Wattenmeer ist eine sehr junge Landschaft mit Salzwiesen und Dünen,
Wattflächen und Sänden, die durch Wind und Gezeiten ständig neu geformt wird.
Trotz seines geringen Alters erzählt das Wattenmeer viel von der Erdgeschichte.
Seine Entwicklung begann vor 10.000 bis 12.000 Jahren in der letzten Eiszeit
und geht ständig weiter. Bis heute und manchmal innerhalb weniger Tage können
Besucher im Wattenmeer selbst erleben, wie die natürliche Dynamik die
Landschaft immer wieder neu gestaltet.

Als UNESCO-Welterbe werden einzigartige Naturphänomene und einzigartige
menschliche Kulturleistungen ausgezeichnet, die von außergewöhnlicher Bedeutung
sind und als Welterbe der gesamten Menschheit erhalten werden müssen. 1972 hat
die UNESCO das Welterbeübereinkommen verabschiedet, in dem sich die
Mitgliedstaaten verpflichten, das weltbedeutende Kultur- und Naturerbe
innerhalb ihrer Grenzen zu schützen und für zukünftige Generationen zu
erhalten. Über 180 Länder haben dieses Übereinkommen inzwischen unterzeichnet,
darunter die Niederlande und Deutschland.

Schleswig-Holsteins Umweltminister Dr. Christian von Boetticher wird die
Entscheidung der UNESCO am 27. Juni in einer kleinen Feierstunde vor Vertretern
der Region und der Presse am Leuchtturm in Westerhever würdigen und bekannt
geben.

Alle Informationen zum Urlaub am Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer gibt die
Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Tel. 01805/066077 (0,14 € / Min. in
Deutschland, Mobilfunknetze abweichend), info@nordseetourismus.de,
www.nordseetourismus.de


Quelle: sh-na

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