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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Vernachlässigen Deutsche Städte Anpassung an Klimawandel?

22. Mai 2009 (HL-red.) Der NABU will gemeinsam mit Kommunen, Stadtplanern und Hausbesitzern die Anpassung an den Klimawandel in Deutschlands Städten vorantreiben. Vor diesem Hintergrund hat der Verband das Projekt „StadtKlimaWandel“ gestartet. Gesucht werden Beispiele aus dem gesamten Bundesgebiet, die zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. „Die Begrünung der eigenen Hausfassade oder eine ökologische Umgestaltung einzelner Stadtviertel sind Beispiele für eine wirkungsvolle Anpassung an Klimaveränderungen in Städten“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Solche naturnahen Maßnahmen,
nützten genauso wie in der offenen Landschaft die kostengünstigen
Leistungen von Ökosystemen. Unter www.stadtklimawandel.de können
Projekte an den NABU gemeldet werden. Zehn konkrete Beispiele sollen in
den kommenden Monaten dokumentarisch begleitet werden. Ziel des Projekts
ist es, originelle und ökologisch einfach umzusetzende Bausteine für
Deutschlands Kommunen zu entwerfen, mit denen sie auf den Klimawandel
reagieren können.

Gerade Städte stehen vor neuen Herausforderungen: Extreme Hitzeperioden
und andere mögliche Begleiterscheinungen des Klimawandels werden die
Menschen in den im Sommer ohnehin schon überwärmten Ballungsräumen
zusätzlich belasten. Der NABU ruft deshalb Bürger, Bauherren und
Stadtplaner dazu auf, einfache, aber in der Summe sehr wirkungsvolle
Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas zu ergreifen. „Ein in die
Stadt integriertes Netz von Parks, Wasserflächen und Gebäudepflanzen
liefert hervorragende Ergebnisse für ein angenehmes Stadtklima. Auch bei
Neubauten lassen sich die negativen Folgen der Besiedlung durch
ökologische Architektur und nachhaltige Baukonzepte verkleinern“,
erläuterte NABU-Stadtklimaexperte Benjamin Bongardt. Doch leider würden
solche einfachen Maßnahmen immer noch vernachlässigt, obwohl sie die
Lebensqualität der Bewohner rasch steigern.

Über 85 Prozent der Deutschen leben in Städten. Stein und Beton,
versiegelte Flächen und Häusermeere verursachen schon seit Beginn des
Städtebaus einen lokalen Klimawandel. Temperaturunterschiede zwischen
Umland und Stadtzentrum von 10 Grad Celsius werden auch in diesem Sommer
wieder zu beobachten sein. Herz und Kreislauf reagieren darauf
gestresst, weshalb Kinder, Senioren und Kranke besonders betroffen sind.


Das Projekt „StadtKlimaWandel“ wird gefördert durch das
Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Quelle: NABU Schleswig-Holstein

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