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Sei kein "Frosch" - glaub' an den Sommer(anfang) heute...

21. Juni 2018 (HL-Red-RB) Heute Sommeranfang - schwerlich zu erkennen? Nun, nach den „merkwürdigen“ Monaten April und Mai, die uns frostig bis sommerlich daher gekommen sind, der Juni bisher allerdings ein paar Tage verfrühte Schafskälte beschert haben, wird der heutige Jahreszeiten-Wechsel mit Rückkehr in den April gipfeln. Sicher haben wir uns alle Niederschlag gewünscht; denn die Natur lechzt nach Regen,. Und die ersten Tropfen auf den „trockenen Stein“ sind in den letzten Tagen gefallen, nur war das auch nicht mehr. Wer heute keinen Regenschirm mit hat in Lübeck, der wird diesen morgens brauchen – im Laufe des Tages wird es böig und ein richtiger Guss wird da auch eher nicht so richtig helfen. Sicher sind da nur Regensachen, die dazu auch noch wärmen können.
Zurück zur Schafskälte, zu der WIKIPEDIA ein wenig Aufklärung vermittelt. Denn dazu gilt ein sogar variabler Zeitraum zwischen dem 4. und 20 Juni. Genauer heißt es dazu:u. a.: „ Die Schafskälte ist eine meteorologische Singularität. Um den 11. Juni (zwischen dem 4. und 20. Juni) gibt es in Mitteleuropa oft einen Kälteeinbruch, der sich vor allem in Deutschland auswirkt. Die Schafskälte tritt nicht jedes Jahr auf. Durch kühle und feuchte aus dem Nordwesten einströmende Luft sinkt die Temperatur um fünf bis zehn Grad Celsius. Den Namen trägt diese Wetterlage nach den Schafen, die traditionell bis dahin bereits geschoren wurden und für die der Kälteeinbruch dann durchaus bedrohlich werden kann.. Muttertiere und Lämmer wurden daher erst nach Mitte Juni geschoren.

Schafskälte entsteht wie jede Landwetterlage durch die unterschiedlich schnelle Erwärmung von Landmassen und Meerwasser (s. a. Eisheilige). Während das Land im Juni bereits stark erwärmt ist, ist das Meer aufgrund der hohen Wärmekapazität und Konvektion des Wassers noch relativ kalt. Das über Europa entstehende Tiefdruckgebiet führt dann von West bis Nordwest Kaltluft polaren Ursprungs heran. Das bedeutet, dass mit der Schafskälte auch eine Drehung der vorherrschenden Windrichtung von Südwest auf Nordwest verbunden ist. Aufgrund ähnlicher Umstellungen der großräumigen Luftdruckverteilung über dem Indischen Subkontinent wird die Schafskälte auch als europäischer Sommermonsun bezeichnet.

Zum Sommer und dessen Beginn steht in WIKIPEDIA folgendes: „Der Sommer ist die wärmste der vier Jahreszeiten in der gemäßigten und arktischen Klimazone. Je nachdem, ob er auf der Nord- oder Südhalbkugel herrscht, unterscheidet man zwischen Nord- und Südsommer. Der Nordsommer findet gleichzeitig mit dem Südwinter statt. Aufgrund des wandernden Zenitstandes der Sonne zwischen südlichem und nördlichem Wendekreis wiederholt sich der Sommer in jeder Hemisphäre in einem jährlichen Turnus.

Astronomisch beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende: dem Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis steht und die Tage am längsten sind. Auf der Nordhalbkugel geschieht dies am 20., 21. oder 22. Juni, auf der Südhalbkugel am 21. oder 22. Dezember. Danach werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Der Sommer endet mit der herbstlichen Tagundnachtgleiche am 22. oder 23. September im Norden bzw. am 20. März oder in der Nacht zum 21. März im Süden.

Da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne leicht elliptisch ist, also von einer exakten Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht genau gleich lang. Der Nordsommer ist geringfügig länger und milder als der Südsommer, da während des Nordsommers die Richtung von der Erde zur Sonne sich etwas langsamer ändert und die Erde etwas weiter von der Sonne entfernt ist.

Der phänologische Sommerbeginn kann vom astronomischen erheblich abweichen und wird neben der Land-Meer-Verteilung (maritimes vs. kontinentales Klima) auch durch anfängliche Großwetterlagen und vielerlei regionale Faktoren beeinflusst. Man unterscheidet zudem zwischen Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer. In Gletscherregionen hängt die Ablation entscheidend davon ab, wann (meist im September) der erste Schnee fällt.

Meteorologisch ordnet man dem Nordsommer die Monate Juni, Juli und August zu, dem Südsommer die Monate Dezember, Januar und Februar. An den geografischen Polen herrscht ein halbes Jahr lang der so genannte Polartag, in den arktischen Regionen wochenlange Mitternachtssonne und Weiße Nächte.

In vielen Kulturen sind Bräuche und Riten mit dem Sommerbeginn verbunden, in Deutschland zum Beispiel das Sonnwend- oder Johannisfeuer.

Ansonsten gilt der Sommer auch als die Jahreszeit der gesteigerten Lebensfreude. Dieses wird besonders auf durch die höheren Temperaturen veranlasste Aufenthalte im Freien zurückgeführt und durch die Sonnenstrahlen freigesetzte Hormone.“

Warum dieser „langatmige“ Beitrag – und bitte keine „Oberlehrer-Vermittlung“ vermuten: Das Wetter des heutigen Tages lässt eben nichts Zuverlässiges erwarten. Die Temperaturen lassen im Sonnenschein den Sommer erkennen, nach Windböen im Schatten fragt man sich, warum man keine passendere Kleidung gewählt hatte. Es regnet auch noch zwischendurch. Nehmen wir also hin, was uns vom Wettergott geboten oder auch zugemutet wird. Es kann also nur noch besser werden: Den geschorenen Schafen zum Dank. Denn die wollen – wie wir – einfach „nur Sommer“...

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