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Nichts gegen Hummeln bis Hornissen - aber bitte "outdoor"

28. Mai 2018 (HL-Red-RB) Des einen Freud ist des anderen Leid - ein Sprichwort, das mit dem "Hohelied der Liebe", dem Korintherbrief des Paulus der Bibel entliehen, in der Meldung zuvor Insekten gegenüber, in Relation gebracht, gerade dieser Spezies an Flüglern keinen spontanen Konsens auslösen dürfte. Die einen würden heftig bestätigen, dass beispielsweise Bienen, Hummeln oder Hornissen grundsätzlich stechen. Fehlt jedoch, um dies solgleich in Frage zu stellen, der Zusatz - "können".
Da jedoch auch diese Insekten keine japanischen Kamikazes, also keine Kampfpiloten sind, die für ihren Kaiser zu sterben bereit sind, besteht hier schon der erste Irrtum: Genannte Insekten leben für ihre Königinnen, für die sie auch ihr Leben hinzugeben bereit sind. Entscheidend aber dabei, dass diese Bereitschaft nur dann ausgelöst wird, wenn sie sich angegriffen fühlen. Das allerdings kann von ihnen allerdings durchaus schon vermutet werden, wenn nach ihnen nur „gefuchtelt oder geschlagen“ wird.

Ein „langer Vorspann“, der sich zwischen Naturschützern wie denen, die – wie angekündigt – zu einer Folge von Veranstaltungen einladen. Sicherlich auch, um Gerüchten um die Stechlust der Insekten entgegen zu treten. Ein Bericht hier, der im Redaktionsbereich von Lübeck-TeaTime zumindest von „jemandem“ dem entprechende „Ängste“ ausgelöst hat. Leider davon auszugehen, dass sich da kaum etwas ändern wird. Zumal bereits einmal der Notarzt wegen heftiger allergischer Reaktion nach Insektenstich bemüht werden musste.

Nun sogar mit ein wenig "Insekten-Glück" und nicht zu allseitiger Freude, haben auf dem Redaktionsbalkon in diesem Jahr Baumhummeln unseren Vogel-Nistkasten für sich erobert. Diese kleinen Hummeln sind streng geschützt und dürfen nur in ganz besonderen Ausnahmefällen "entfernt" werden. Die Recherche hat ergeben, dass diese ungefährlich sein sollen, weil sie nur dann "angreifen", wenn ihnen das unmittelbar zuvor selbst passiert ist. Stimmt bisher - sie fliegen die Blumenkästen an und wieder zurück. Mehr ist - bisher - nicht der Fall gewesen. Jetzt haben haben wir uns sogar schon aneinander gewöhnt.
Uns nervte in diesen Tagen eine Motoren-/Maschinengeräusch, dass vor allem einsetzte, wenn die Nachmittagssonne den Balkon erreichte. Stellte sich als Irrtum heraus: Es waren die Hummeln, die im engen Nistkasten mit Flügelschlagen die zu warm gewordenen Innentemperaruren zu senken verstanden...

Angeblich endet ihr Brutgeschäft im Laufe des Juni. Mal sehen - trotzdem...




Aber es geht weiter: Ein paar Tage zuvor "brummte" eine Hornisse in unser Wohnzimmer. Am Fenster mit Glas und Bierdeckel eingefangen, wurde sie rasch in die Freiheit entlassen.
So wie sonst auch Bienen oder Wespen, wenn auch mit ein wenig "Gänsehaut" am Rücken. Eigentlich mit ein wenig Geduld ganz einfach. Allerdings scheinen Wespen besonders schnell verärgert zu sein.



Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck

Zugegeben - so ganz wohl haben wir uns zumindest mit diesem Besuch nicht gefühlt.

Bruno Böhm hat mit einer Mail inkl. Foto übrigens zeitgleich den seiner Agathe, so der Name der Hornisse in seinem Garten, mitgeteilt. Nun, es ist eine Nachfahre; denn eine Hornissenkönigin sorgt immer nur für das kommende Jahr für diese. Auch er bestätigt, dass absolut keine Gefahr von ihnen ausgeht. Wahrscheinlich der beste Tipp: nicht zu nahe kommen und keinesfalls den Flugverkehr mittels "Schlagen" stören.



Hier die Böhm'sche Hornisse Agathe. Unser Kurzbesuch blieb ohne Namensgebung. Aber wir verzichten gerne darauf und freuen uns auf gefiederte Freunde wie Meisen oder Sperlinge, die sonst immer unseren Nistkasten aufgesucht haben. Das findet auch unser „Wauwi“ Sally. Denn wenn es in ihrer Nähe nur summt und brummt – flieht sie unter die Couch...


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