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Eine Schwalbe bereits der Frühlingsbote? Schmetterlinge bestimmt

08 April 2018 (HL-Red-RB) Der erste wirkliche Tag im noch taufrischen Frühling, der seinem Namen gerecht wird? Nach einem März, der wohl alles andere als ein Frühlingsbote war, heute endlich zweistellige Wärmegrade in unserem Lübeck. Wir erwarten sicherlich keinen Föhn wie im fernen Bayern, wo in diesem Januar „hemdsärmelinge“ Temperaturen auftraten oder im Bereich um das rheinländische Bonn, wie ich aus persönlichen Kontakten hörte. Aber Frost und Schnee zu Zeiten, in denen sonst zumindest die Krokusse Zeichen setzten, und erinnern wir uns an den weißen Rückfall vom vergangenen Wochenende, der zwar rasch wieder verschwand, waren doch recht ungewöhnlich. Die Vorhersage nun für diese Tage mit endlich Frühlingstemperaturen und heute um die 20° C bei vielen Sonnenstunden, weckten Hoffnung. Vielleicht noch vage, aber Optimisten wie wir haben dem vertraut, und der Tag begann so wohlig warm, dass der Spruch um Wetter und passende Kleidung mal gelten durfte. Wer da noch sein „März-Outdoor“ trug, musste die zumindest rasch öffnen.
Für mich ein wohltuendes Zeichen ein Schmetterling, ein Kleiner Fuchs, der mich beim ersten Gassi-Gehen mit unserer Hundedame mehr als erfreute. Dabei erinnerte ich mich an Ähnliches vor Jahren, als ich einen Zitronenfalter wiedertraf, von dem ich zunächst vermutete, dass er mir schon im vergangenen bereits begegnet war.



Nachgelesen hatte ich nach dem ersten Treffen, dass dieser Schmetterling durchaus Frostgrade verträgt, und mit einer Lebensdauer von 12 Monaten, die höchste übrigens aller mitteleuropäischen, durchaus sogar an warmen Wintertagen kurzzeitig aktiv sein können. Verharren aber, wie WIKIPEDIA verrät, an ihrem Platz den ganzen Winter hinweg, sogar wenn sie komplett von Schnee bedeckt werden. Im zeitigen Frühjahr ist der Zitronenfalter dann wieder nicht nur dort aktiv, wo seine Wirtspflanzen wachsen. Nach der Eiablage im April ist der Lebenszyklus des Zitronenfalters aber abgeschlossen. Wie auch immer, vielleicht war es tatsächlich eben dieser.




Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck

Heute nun die kleine Überraschung mit dem Kleinen Fuchs, die mich wieder an den Frühling glauben lässt. Vergesse dabei aber keinesfalls, dass wir April haben. Der hat seine eigenen Überraschungen parat. Hoffentlich jedoch nicht „leider“. Eines jedenfalls steht für uns fest: In diesem Jahr kommen vorrangig Blütenpflanzen in unsere Balkonkästen, um die es „summt und schmettert“. Angst vor Stichen – keinesfalls. Meine bessere Hälfte muss ich zwar wiederholt überzeugen, dass Bienen, Hummeln und Hornissen sich nur wehren und schon Herumfuchteln da schon ausreichen kann, dies auszulösen. Und für Schmetterlinge gilt das schon gar nicht.

Ergänzt am späten Nachmittag kann ich 22,5° C an Sonnen „geschützter“ Stelle vermelden. Zugegeben – ein wenig gewöhnungsbedürftig noch. Aber noch wird es hilfreich sein, sich lockerer zu kleiden. Zufrieden werden nicht alle sein. Ich gehöre auch zu denen, die keine Tendenz zu weit über der „4“ als erste Zahl bei °C haben müssen. Die zumeist frische Brise an der See hat mich ohnehin vom Rhein hierher ziehen lassen. Nun, es gab selbstverständlich weitere Gründe. Wie auch immer: Frau/man kann nicht alles haben. Aber selbst über einen kleinen Schmetterling kann frau/man sich durchaus schon freuen. Es kommt eben darauf an, in welchem Zusammenhang.

Frage mich übrigens "Zitronenfalter, wo sind sie geblieben?". Oder ich war nur nicht zur rechten Zeit an der rechten Stelle...

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