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Weinhebers Februar-Verse- was heute mit "Eishauch bis Narretei"?

01. Februar 2018 (HL-Red-RB) Auch zur Begrüßung des Monats Februar die Verse des Dichters Josef Weinheber (1892 – 1945) aus dessen „Kalendarium für Landleut“. Interessant vor allem die zweite Zeile, die in diesem Sinne bereits in den vergangenen Tagen mit „Es fegt der Wind den Himmel rein!" vorangegangen ist, wenn auch die sinkenden Temperaturen zwischenzeitlich für Beruhigung gesorgt haben und für den kommenden Sonnabend sogar wieder Schneefall erwarten lassen.

Was also ging dem Poeten durch den Sinn:
"Februar
Die Dohlen überm Baumschlag schrein.
Es fegt der Wind den Himmel rein.
Der Schlitten schellt, das Tannicht rauscht,
Die Magd aus stiller Kammer lauscht.
Der Knecht fährt mit dem Holz zu Tal,
Viel Narren hat der Karneval.

Schon färbt sich rost der Haselstrauch,
am Fenster friert der Atemhauch.
Was Matheis und Sankt Peter macht,
Das bleibt noch so durch vierzig Nacht.
Der Riegel knirscht - o Heimlichkeit!
Jetzt ist der Frühling nicht mehr weit."

Dass der Atem derzeit am Fenster nicht friert, mag an den modernen Mehrfach-Verglasungen liegen. Allerdings liegt das wohl auch am Auf- und Ab der Minus- und Plustemperaturen. Das sorgte allerdings bisher nicht einmal zumindest für Eis am Rand der Gewässer. Schlimmer vielmehr - dennoch nächtliche Glatteisgefahr.

Ach die "Narren" - in Lübeck ohnehin öffentlich eher unauffällig. Aber nicht täuschen: Ob es immer noch ein halbes Dutzend Karnevalsvereine in der Hansestadt gibt, weiß ich zwar nicht so genau. Die jedoch feiern kräftig - eben im "Saal". Den Rosenmontagszug gibt es allerdings seit Jahren nicht mehr. Der wurde auf den Sonnabend zuvor vorverlegt. Wie es hieß mangels Musikgruppen, die es vorzogen, in wirklichen Hochburgen aufzutreten und die Straßenzüge zu begleiten. Aber immerhin. Der (nichtöffentliche?) Empfang im Lübecker Rathaus findet jedenfalls auch am besagten "Sonnabend" statt,

Für den Winter gilt mit Sicherheit ein "Stopp" nicht. Erinnern Sie sich an "Schnee ohne Ende noch im April" früherer Jahre? April, April? Hoffentlich nicht zu früh gefreut.

Allerdings scheinen nur wenige Wintergäste an den Futterstellen und auch nur relativ geringe Zahlen an "Krähen" Zeichen zu setzen, dass in diesem Jahr keine "Extreme" mehr zu erwarten sind. Wer aber will darauf wetten? Zumal das vom Dichter zitierte Gefrieren des Atems am Fenster kaum noch möglich ist: Ja, ja - die Mehrfachverglasung...

Einen schönen Februar wünscht
Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime

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