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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Sperrmüll:Direkte Rück-Sammlung wertvoller Rohstoffe vor Orts-§§

25. Juli 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Der eben vorstellte EUROTICKER-Beitrag "Projekt »ADIR«: Laser bergen wertvolle Werkstoffe" gibt mir Anlass, die für viele Lübeckerinnen und Lübecker durchaus wenig verständliche Regelung zur "Sperrmüll"-Abfuhr etwa zu Elektro- und Elektronikteilen, wozu es auf
http://www.entsorgung.luebeck.de/privatkunden/sperrmuell/index.html
weiter heißt: "...das sind "Herd, Kühlschrank, Fernseher, Computer, Föhn, Toaster etc".
An anderer Stelle diese "tolle" Angebot:
"Erweiterter Sperrmüllservice
Zusätzlich zur bestehenden kostenlosen Sperrmüllabfuhr 2 x im Jahr führen wir folgende kundenorientierte, kostenpflichtige Serviceleistungen für Sperrmüll, Elektro- und Elektronikaltgeräte ein:
Expresstermin für Sperrmüll, Elektro- und Elektronikaltgeräte:
Für die kurzfristige Abfuhr von Sperrmüll binnen 2 Werktagen wird ein gebührenpflichtiger Expresstermin angeboten. Bei diesem Termin können auch Elektro- und Elektronikaltgeräte bis 3 m³ beigefügt werden.
Der Expresstermin muss schriftlich beantragt werden und kostet 45,- €."
Da müssen sich die dafür zuständigen Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) nicht wundern, wenn vor allem "E-Kleinteile" - wie noch "handliche" Geräte, vor allem aber solche wie "Föhn und Toaster" dann doch auf dem - ggf. auch noch nicht einmal selbst angemeldeten Sperrmüll-Termin - landen.




Die Praxis vor Ort zeigt die Wirksamkeit der lokalen Regelungen zum Sperrmüll: Wenn es erst einmal dort liegt, interessiert das Weitere den Verursacher oder die Verursacherin zu "unerlaubt" kaum noch. Wer sollte die auch "wirksam" ermitteln?



Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Überhaupt sind die übergewichtig darstellten Ausführungen insgesamt für manche so unübersichtlich, dass dann "alles" an der Straße liegt. unerlaubte Teile viele Tage am Ablageort auf die "Gnade" einer dann doch erfolgenden EBL-Entsorgung ausharren. Vielleicht sogar heimlich - von wem auch immer - im Müll verschwinden, um "unerkannt" abgeholt zu werden. Da nützt es auch nichts, wenn diese vom Abhol-Team aussortiert und neben die Behälter gestellt werden.
Ggfs. Wohnungsunternehmen zusätzlich in Rechnung gestellt, werden diese diese Kosten auf ihre Mieter umlegen, obwohl die dafür gar nicht verantwortliche waren. Denn für "Fremd-EntsorgerInnen" gilt oft - "Müllbehälter sind für alle da!".
Die geltenden Sperrmüll-Regelungen mit dem Angebot, solches zu den Recycling-Höfen zu bringen, ist für MitbürgerInnen dann schwierig, wenn kein Auto zur Verfügung steht. Oder eben kostenpflichtig abgeholt werden. Wird wirklich geglaubt, der "Föhn" landet nicht im Müll, wenn sozialbenachteiligte oder ältere Menschen beispielsweise keinen anderen für sie in Frage kommenden Weg sehen?
Also zurück zu besagtem EUROTICKER-Beitrag: Die Sperrmüll-Regelungen lockern. Unerlaubte Teile landen eben ohnehin an der Straße. Dann lieber erlauben und dem Depot zur Rückgewinnung zu führen. Ein umweltgerechtes Verhalten auch der EBL - zumal es mehr also Sinn machen würde.
Außerdem sollte der Hinweis aus dem EUROPATICKER – Beitrag zum Überdenken einer aus meiner Sicht „betriebschaftlich-bürokratischen Regelung“ für Lübeck Anlass geben:
„Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen koordiniert das Projekt, das im Rahmen des Horizon-2020-Programms durch die Europäische Union gefördert wird. „
Und dieses Institut dürfte wohl „wissen“, wofür es sich einsetzt und damit unterstützt.

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