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Agentur für Arbeit Lübeck

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Hecken- und Busch/Baum.-Schnitt durch HL - in Schonzeit?Teil III

06. Juli 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Gestern und vorgestern hatte Lübeck-TeaTime auf o. a. "Arbeiten" durch städtisches Personal vom "Bereich Grün" hingewiesen mit der zumindest Vermutung, die gesetzliche Schonzeit nach dem Bundesnaturschutzgesetz gelte auch für die Hansestadt, die im übrigen eine dementsprechende Satzung erlassen hat. Auch deren Homepage weist darauf hin, wenn auch die Vorverlegung des Beginns der Schon zeit vom 15. auf den 01. März zwar bekannt gegeben wurde, aber selbst auf ihrer Internetseite noch nicht korrigiert hat.

Das hatte die Redaktion gestern vorangestellt und abschließend "befürchtet", dass die im Bereich des Bolzplatzes am Stichweg zwischen Fregattenstraße und Baltic-Schule/Rückseite begonnenen "Schnitte" sogar fortgesetzt werden würden. Genau das ist eingetreten. Nicht etwa im Rahmen eines auch in der Schonzeit unter bestimmten Voraussetzungen erlaubten Schonschnitte, sondern auf "Stock", was ausnahmslos verboten ist.

Erinnert wird die Aussage der "Grüner Gruppe" ab Juli bzw. Johannistag (24. Juni) sei das erlaubt.
Im § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), und es wird an dieser Stelle wiederholt, in dem u.a. bundesweit einheitlich festgelegt, dass Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden dürfen." Weiter heißt es "Auch ist es nach § 39 Abs. 1 BNatSchG verboten, „Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören."

Heute gelang zumindest über den Bereich "Baumschutz" der Kontakt mit einer Mitarbeiterin, die entsprechende Nachfragen machen und das Ergebnis rückrufen würde. Die Redaktion jedenfalls ist sehr gespannt, was letztlich bei der ganzen Sache heraus kommt. "Reparieren" lässt sich letztlich nichts mehr im betroffenen Lebensraum der Vogel- bis Insektenwelt.

Falls es eine "Rechtsgrundlage" für das - egal wie auch immer wenig beispielhafte "grüne Verhalten" gibt, darf darauf gespannt sein. Jedenfalls in der Hoch-Zeit brütender oder nistender Vögel darf das alles nicht wahr sein.

Hier jedenfalls eine kleine Bilderreihe von heute Morgen - und sogar in größerem Format. Ohne Vorgabe eines Copyrights - Verbreitung nicht nur erlaubt, sondern geradezu erwünscht.













...und so sah es vor dem "Schnitt auf Stock" aus:




Auch diese Eiche wurde im unteren Bereich gestutzt - hatte zuvor von der "Höhe" her niemanden gestört. Ein Blattbefall vielleicht?







Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Bleibt abschließend festzustellen, dass nach "vollendeten Tatsachen" nur noch aussteht, ob ein Verstoß gegen die Bestimmungen lt. Gesetz und Satzung vorliegt - oder ggf. "viel Lärm um nichts" gemacht wurde von hier. Aber hier geht es nicht um eine Shakespeare - Komödie, über die Lachen angesagt ist. Über die hier im Umfeld des besagten Stichweges entstandene Schädigung des Lebensraums von Vogelwelt und mehr zum absolut ungünstigsten Zeitpunkt des Jahres ist jedenfalls nicht "witzig". Außerdem dürfte eine erhebliche Menge an "Nahrung" für diese, auch für die Winterbevorratung, verloren gegangen sein.

Wer darüber nur lacht - wie gezeigt vor Ort - nun, für das eigene Niveau ist frau/man selbst verantwortlich...

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