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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Heckenschnitt durch Bereich "Grün" HL trotz Verbot 1.3.-30.9.?

05. Juli 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Das Thema "Heckenschnitt", gestern aus akut-aktuellem Anlass aufgegriffen, weil im Bereich der Baltic-Schule/ehem. Otto-Passarge-Schule und weiteren Umfeld - lt. "Grüner Gruppe" ab Johannistag (24. Juni) vorgenommen wurde. Wieder erlaubt nach deren Aussage - oder vielmehr nach den Bestimmungen des § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BnatSchG), in dem u.a. bundesweit einheitlich festgelegt, dass Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden dürfen." Weiter heißt es "Auch ist es nach § 39 Abs. 1 BNatSchG verboten, „Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören."

Warum erneut zum Thema in Lübeck-TeaTime? Nun, weil nicht nur gestern die zuständigen Bereiche"Grün" und Naturschutz weder erreichbar waren noch Letzterer lt. Anrufbeantworter zurückgerufen hat. Eher nicht zu glauben, dass dies heute erneut der Fall ist. Es könnte niemand dort verübeln, wenn der Eindruck bestehen kann, dass dort Absprachen erfolgt sind, auf Anrufe von Bürgern darauf nicht zu reagieren. Vorteil wäre für diese, dass die - aus zumindest dieser Sicht - die unerlaubten Eingriffe passiert sind und nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Das möchte ich nicht behaupten, aber - wie gesagt - kann es nicht sein, dass besagte Bereiche "Betriebsferien" machen, aber der Heckenschnitt pp. veranlasst wurde.

Heute Morgen Schnitt-Fortsetzung im Stichweg Höhe Bolzplatz zwischen Fregatten- und Rückseite Baltic-Schule. Was zunächst den Eindruck machen musste, dass das Grün an gesamter Länge am Bolzplatz auf Stock geschnitten werden sollte, ergab sich später als "Freischnitt", um ggf. besseren Einblick auf den Bolzplatz zu haben. Der wird ohnehin übrigens mehr als "Hundeübungs- und „Schitt-Platz" genutzt als zum eigentlichen Zweck - trotz Beschilderung. Die wird oftmals ignoriert, obwohl es nicht einmal erlaubt ist, Hunde an der Leine dorthin zu führen bzw. sich dort mit ihnen aufzuhalten. Es wäre also sinnvoll, dort Ordnungsgeld anzudrohen, damit auch Kinder und Jugendliche wieder gefahrlos, also ohne auf "Tretminen" zu geraten, dort (Fußball) spielen können. Oder sich wieder trauen, weil evtl. nicht mit Hunden zu rechnen ist.







Merkwürdig: Eine Seite wurde frei geschnitten, die andere, nahe Fregatten-Hochhaus, nicht und fast zugewachsen. Nun kann es sein, dass die Arbeiten - aus welchen Gründen auch immer - abgebrochen wurden. Oder frau/man fühlte sich beobachtet. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag...







Ich habe mir den Schnitt auf Stock an der ehem. Baltic-Schule noch einmal angesehen. Merkwürdig und auffällig: Von der Baltic-Schule bis zur Zaun-Zwischenpforte wurde hart auf Stock geschnitten. Danach nicht ganz.








Dieses Foto zeigt übrigens re. die ursprüngliche Höhe der Büsche bis hin zur Baltic-Schule. Es ist nicht nur zu vermuten, dass dort Nistgelege vorhanden waren. So wie auf der Fläche der ehemaligen Otto-Passarge Schule, wo Bäume und Büsche sogar gerodet oder am Zaun auf Stock geschnitten wurden. In unguter Erinnerung das längere Herumliegen vom Stubben und Schnitt, so dass damit zu rechnen war, dass dort Bodenbrüter wieder Ersatz für ihre ggf. zerstörten Nester schaffen und bei Abfuhr dieses "Materials" erneut ihre Nistbereiche verlieren würden. Auf diesseitige Initiative über den städtischen Fachbereich "geruhte" die Auftragsfirma die Abfuhr. Damit auch Anlass, etwaige Schlusszahlung zu erhalten - falls nicht längst zuvor. So können Abschlussarbeiten eben aufschiebbar werden.

Warum der diesseitige „Einsatz“ für die im Grunde „Kleinbereiche“ im Grün der Hansestadt? Nun, ganz einfach: Was hier so passiert, wird an anderer Stelle nicht anders sein. Ob sich da jedoch jemand „kümmert“, wäre eine andere Sache. Hier jedenfalls kann die „Gruppe Grün“ oder auch der Fachbereich davon ausgehen, das „Aufmerksamkeit“ besteht. Die dürfen gerne darüber – hinter dem Rücken - „lästern und lachen“. Ein Zeichen von Kompetenz ist das allerdings weniger. Auch wäre es angebracht, dass Bereiche der Hansestadt – so wie auf der Homepage angegeben – auch erreichbar sind oder zumindest zurückrufen. Bürgerservice ist das jedenfalls nicht – und sachdienlich erst recht nicht.

Wie heißt es doch „...macht doch nichts, sieht doch keiner“ - Irrtum!

Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck

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