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Ministerpräsident ehrte Ehrenamtler - auch Lübeckerin dabei

25. April 2009 (HL-red.) Der Ministerpräsident des Landes Schleswig–Holstein, Peter Harry Carstensen, verlieh im Rahmen einer Feierstunde im Lübecker Rathaus Auszeichnungen an folgende Bürgerinnen und Bürger: Die Lübeckerin Christa Nonkovic erhielt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Lübeckerin engagiert sich seit über zwei Jahrzehnten für Multiple Sklerose-Patienten. In den 80er Jahren trat sie dem „Landesverband Schleswig-Holstein der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft“ bei und beeinflusste dessen Entwicklung maßgeblich. 2001 weitete sie ihr Engagement auf die Kreis- und Landesebene aus und leitet seit 2007 die Zweigstelle des Landesverbandes im Herzogtum Lauenburg mit fünf Selbsthilfe- und Kontaktgruppen. Intensiv setzt sich die Ordensträgerin für den Austausch der Gruppen untereinander ein und stellt die Verbindung zum Landesverband her. Durch ihre Kontakte werden wichtige Informationen bis in die Geschäftsstelle in Kiel weitergetragen. Im Patientenbeirat des Landesverbandes leistet Christa Nonkovic wichtige Öffentlichkeitsarbeit. Als Mitglied der „Leuchttürme“, dem Beratungsnetz für Neubetroffene ,ist sie oft landesweit die erste nichtmedizinische Ansprechpartnerin für Betroffene. Darüber hinaus engagiert sie sich beim „MS-Journal-Club“ und in der Hospizarbeit in Lübeck.

Außerdem wurden geehrt:
Dr. Fritz Bahrs aus Ratzeburg erhielt die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er hat sich über mehr als zwei Jahrzehnte bis 1990 als Vorsitzender des Jagd- und Schießclubs Ratzeburg engagiert. Zudem war er im Kreisschützenverband Herzogtum Lauenburg und im Landesschützenverband Hamburg aktiv. Als verantwortlicher Organisator der „Nordischen Schießtage“ baute er die Veranstaltung zu einem internationalen Turnier mit über 600 Sportschützen aller olympischen Disziplinen aus. Von 1974 bis 1977 war der Ordensträger Kreistagsabgeordneter und von 1998 bis 2006 Stadtvertreter in Ratzeburg. 2003 gehörte er zu den Mitbegründern der Bürgerstiftung Ratzeburg und ist seitdem deren Vorsitzender. Schwerpunkt der Stiftung ist die Förderung der Jugendarbeit, wofür Dr. Fritz Bahrs vom Bundespräsidenten mit dem "Förderpreis Aktive Bürgerstiftung 2007" ausgezeichnet wurde. Gegenwärtig beteiligt sich die Stiftung an einem Modellprojekt des Bundesamtes für flüchtige und immigrierte Menschen mit dem Ziel, vor allem junge Menschen zu unterstützen.

Walter Blender aus Groß Rönnau erhielt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er setzt sich seit eineinhalb Jahrzehnten für das Jüdische Leben in Schleswig-Holstein ein. Er initiierte die Gründung von fünf jüdischen Gemeinden. 2002 übernahm er den Vorsitz der Jüdischen Gemeinde in Bad Segeberg und wirbt seither unentwegt für ein aktives jüdisches Gemeindeleben und für mehr Toleranz in der Öffentlichkeit. Ihm ist es zu verdanken, dass die Jüdische Gemeinde in Bad Segeberg heute rund 200 Mitglieder hat. 2007 konnte deren Synagoge eingeweiht werden, an deren Bau der Ordensträger maßgeblichen Anteil hatte. Als Vorsitzender der "Segeberger Vereinigung für jüdische Kultur" hat Walter Blender sich besonders für die Verbreitung der jüdischen Kultur im Land eingesetzt und zahlreiche Ausstellungen organisiert. 2002 gründete der Ordensträger den "Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein" als ersten jüdischen Verband der Nachkriegszeit in Schleswig-Holstein und ist in der Landesregierung Schleswig-Holstein Regierungssprecher und seitdem dessen erster Vorsitzender. Zudem ist Walter Blender Mitglied im Direktorium des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Gudrun Kruse aus Eutin erhielt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik. Sie engagiert sich im Alten- und Pflegezentrum des Deutschen Roten Kreuzes und im Altersruhesitz Wilhelmshöhe in Eutin. Auf ihre Initiative hin hat das Pflegezentrum einen "Raum der Stille" eingerichtet, in dem Sterbende christlich begleitet werden. 1992 gründete Gudrun Kruse den "Betreuungsverein Ostholstein im Deutschen Roten Kreuz" und führt seitdem dessen Vorsitz. Der Verein unterstützt die ehrenamtlichen Betreuer bei juristischen und sozialpädagogischen Problemen. Darüber hinaus war Gudrun Kruse von 1979 bis 2002 Mitglied der Kirchenkreissynode Eutin, davon sieben Jahre als Vorsitzende und Mitglied der Nordelbischen Synode. Auch dort engagierte sie sich für die Seniorenarbeit. Durch ihren engen Kontakt zu den Kirchengemeinden in Eutin hat sie es ermöglicht, dass im Pflegezentrum Eutin regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Von 1974 bis 2003 setzte sich die Ordensträgerin zudem als Bürgervorsteherin und stellvertretende Bürgervorsteherin für die Belange ihrer Mitmenschen ein.
Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe und der erste stellvertretende Stadtpräsident Peter Sünnenwold dankten allen Ausgezeichneten für ihr vorbildliches, persönliches Engagement im Namen der Hansestadt Lübeck.

Quelle: LÜBECK-Pressedienst

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