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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Extrem kurzer Frühling überrascht Naturbeobachter

24. April 2009 (Berlin/HL-red.) Der NABU hat auf den ungewöhnlichen Witterungsverlauf in diesem Frühjahr hingewiesen. Noch Anfang April ist die Natur rund drei Wochen zurück gewesen. Dann wurde es plötzlich warm, wodurch die Pflanzenwelt nun mittlerweile knapp zwei Wochen weiter ist als üblich. „Nach einem langen Winter hat die Natur aufgrund der extremen Witterung innerhalb von zehn Tagen eine explosionsartige Entwicklung durchgemacht“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Dieser „Frühling
im Zeitraffer“ habe zur Folge, dass zahlreiche Frühblüher wie
Buschwindröschen oder Scharbockskraut ihre Wachstums- und
Vermehrungsphasen in kürzester Zeit abschließen müssten, bevor sich das
dunkle Blätterdach der Laubwälder über ihnen schließe.

Wer sich derzeit in der Natur umsehe, könne infolge des verkürzten
Frühlings erstaunliche Phänomene beobachten. So seien immer noch
blühende Schlehenbüsche anzutreffen, während gleichzeitig die Apfel-
und Birnenbäume in voller Blüte stünden. Auch Arten wie Waldmeister oder
Bärlauch seien schon sehr weit entwickelt. Damit falle die Blütezeit von
Arten der Monate März bis Mai auf einen Zeitraum von wenigen Wochen.
Nach Auffassung des NABU könne diese Situation für blütenbesuchende
Insekten negative Konsequenzen haben, da nach dem Blütenüberfluss eine
magere Zeit zu befürchten sei. „Damit droht Bienen, Hummeln und anderen
Insekten der Hungertod in unserer strukturarmen Kulturlandschaft.
Angesichts zunehmend extremer Wetterereignisse brauchen wir umso
dringender intakte Ökosysteme, die sich an veränderte Situationen
anpassen können“, sagte NABU-Agrarexperte Florian Schöne.

Quelle: NABU Schleswig-Holstein


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