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Eisheilige - eigentlich ab 11. Mai - in SH neue Terminlage?

09. Mai 2017 (HL-Red-RB) Es mag ja sein, dass wir in Schleswig-Holstein "eigene" Eisheilige haben. Zumindest, was die Termine angeht. So war heute im Wetterbericht eines Regionalsenders zu hören, dass - und ich hoffe, richtig gehört zu haben, dass die Eisheiligen wohl verfrüht in unser Land eingekehrt sind. Merkwürdig - aber Frost oder Frost nahe Temperaturen des Nachts liegen nicht erst seit diesen Tagen gelegentlich vor. Das war schon im April so. Wie auch immer - auch in WIKIPEDIA hat die Recherche zu 2017 kein anderes Datum zum Beginn der Eisheiligen ergeben als - den 11. Mai. So wie in jedem Jahr eigentlich. Ich erinnere mich auch gut daran, dass auch im vergangenen Jahr die Eisheiligen im vergangenen Jahr entweder Vorboten geschickt hatten oder - wer auch immer im Team des Wettergottes - Schabernack mit uns getrieben hat. Optimistisch, wenn auch hoffentlich, dass das "warme" Frühlingswetter endlich nach besagten "Heiligen" Oberhand gewinnt.
Wenn dann auch noch die "Schafskälte", ein Kälteeinbruch zwischen dem 4. und 20. Juni (um den 11. Juni) überstanden ist, könnte es sogar - Sommer werden...

Pardon - ich hatte gar nicht vorangestellt, was überhaupt die "Eisheiligen" sind. Hier dafür ein vorgezogener Beitrag, der darauf sonst eingegangen wäre - dies in der Fassung vom Vorjahr. Merkwürdig: darin ist auch von "unangenehmem April" die Rede. Also - was wollen wir eigentlich dann in diesem Jahr? Und hier zum besagten Beitrag:

Eisheilige ab heute bescheren uns Temperatur-Rückgang
11. Mai 2016 (HL-Red-RB) Nach einigen erfreulichen Mai-Tagen mit fast sommerlichen Temperaturen tagsüber, die uns für den eher unangenehmen April ein wenig versöhnt haben mit dem Wettergott, nun die alljährliche "Hiobsbotschaft": Heute beginnen die "Eisheiligen": Mamertus, Pankratius und Servatius. Die "Eisheiligen", die zwischen dem 11. und 13. Mai ihrem Ruf entsprechend einen Kälteeinbruch bescheren. So die „Eisheiligen“ also in Norddeutschland, wenn auch in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz die Daten 12. bis 15. Mai mit Pankratius beginnen und sich allerdings mit Servatius, Bonifatius und der "Kalten Sophie" fortsetzen.




Mit Eiszapfen ist allerdings eher nicht zu rechnen - vielleicht aber für die ansteigenden Temperaturen nach den Eisheiligen ein "erfrischender" Anblick

Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Das übrigens schreibt WIKIPEDIA weiter dazu:
"Zu den Eisheiligen (auch „Eismänner“ oder „gestrenge Herren“ genannt) zählen drei (regional unterschiedlich auch vier oder fünf) Namenstage von Heiligen im Mai. Die Eisheiligen sind in Mitteleuropa meteorologische Singularitäten (Witterungsregelfälle). Laut Volksglaube wird das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „kalten Sophie“ stabil:
1. Mamertus – 11. Mai
2. Pankratius – 12. Mai
3. Servatius – 13. Mai
4. Bonifatius – 14. Mai
5. Sophie – 15. Mai.

Es handelt sich bei den genannten Heiligen um Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert.
Die Annahme beruht auf jahrhundertealten Erfahrungen und Beobachtungen von Bauern, die bereits vor den Wetteraufzeichnungen gemacht wurden, sich aber heute meteorologisch nicht mehr bestätigen lassen. So wurden beispielsweise in Trier im Zeitraum von 1951 bis 1961 durchschnittlich 0,4 Frosttage im Mai gemessen (das sind 4 Tage innerhalb 10 Jahren), von 1991 bis 2006 jedoch keine. Das Klima in Deutschland ist regional sehr unterschiedlich, deshalb sind Regeln, die beispielsweise für Nordseeküste, Alpenrand und Weinbaugebiete gleichermaßen gelten sollen, kaum möglich.

Allerdings gilt in Norddeutschland Mamertus (11. Mai) als erster Eisheiliger, in Süddeutschland dagegen Pankratius (12. Mai), was aus dem allmählichen Vorrücken der Kaltluft von Norden her erklärt werden kann.

Bei den Datumsangaben muss berücksichtigt werden, dass Papst Gregor XIII. zwar den gregorianischen Kalender schon 1582 einführte, in den nichtkatholischen Gebieten Nord- und Mitteleuropas aber erst zwischen 1700 und 1752 flächendeckend auf die neue Zeitrechnung umgestellt wurde. Bei dieser Umstellung wurde z. B. in England der September 1752 um 11 Tage verkürzt (auf den 2. September folgte unmittelbar der 14.). Da die Eisheiligen, wie alle anderen Heiligen, im Kalender unverändert stehen geblieben sind, finden sie nach altem Kalender also eigentlich erst 11–12 Tage später statt, also vom 23. Mai bis 27. Mai. Diese Überlegung trifft natürlich nur zu, wenn die Regel vor Einführung der Kalenderreform aufgestellt wurde. Tatsächlich sind wetterstatistisch die Tage mit häufiger N/NO-Wetterlage, die Kaltluft bringt, vom 21. Mai bis 23. Mai, also 9 Tage später. Das lässt auf eine Entstehung der Wetterregel 2–3 Jahrhunderte vor der Kalenderreform schließen.

Ein weiterer Kälteeinbruch im Juni wird unter dem Namen Schafskälte geführt."

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