Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Baltic-Schule: Wurzelwerk aus Rodung Gefahr für Ersatz-Nestbau

12. März 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Der Frühling „wirft seine Schatten voraus“ - Zeichen für ein zukünftiges Ereignis. Ob diese Jahreszeit ein Ereignis ist, sehr pauschal formuliert – zugegeben. Aber im Wortspiel stecken „Wahrheiten“, die zwischen Erfreulichem und leider, dann auch als Ereignis, nicht so positiv liegen. Das mag relativ sein, und ich meine auch nicht die großen spektakulären Geschehnisse, die aufrütteln, sondern kleine, die, weil mehr im Verborgenen nur dann auffallen, wenn sie nicht nur beachtet werden. Also geradezu erwartet, wenn nicht zuvor darauf aufmerksam gemacht wurde.
Fangen wir mit dem weniger Erfreulichen an, das dann eintritt, wenn trotz Hinweis darauf nicht reagiert wurde. So im nahen Umfeld hier, wo gerade im Grün nicht nur geschnitten, gefällt und gerodet wurde. Leider im „letzten Moment“ vor der Schonzeit, die berechtigt gesetzlich zum 1. März vorverlegt wurde. Dazu mag noch ein gewisses Verständnis aufgebracht werden. Aber aufgebracht kann frau/man sein, wenn solche Arbeiten längst hätten durchgeführt werden können. Unter klimatischen Bedingungen, die mit „Winter“ nichts mehr zu tun hatten – im Vorfrühling also. Nun hatten wir in den vergangenen Wochen eher weniger zweistellige Wärmegrade tagsüber und dabei durchaus nächtliche Ausrutscher bis knapp uner „Null“.

Wie ausgeführt: Der Termin 1. März wurde eingehalten bei besagten Arbeiten. Nur nicht in letzter Konsequenz. Lübeck-TeaTime hat ein Beispiel gezeigt, das bis heute gilt: Grobe Busch- und Baumwurzeln liegen nach wie vor dort, wo diese ausgehoben wurden. Und da das Umfeld dort im übrigen den Eindruck eines Kahlschlags macht, muss davon ausgegangen werden, dass die Vorgelwelt mangels gewohnter Nistgelegenheit Ersatz sucht. Und wo zunächst? Selbstverständlich nahe bei, bevor abgewandert wird. Diese Busch- und Baumwurzeln erscheinen unseren gefiederten Freunden mit Sicherheit als die Sicherheit, darin geeigneten Ersatz gefunden zu haben. Bodenbrüter wie Zaunkönig und Rotkehlchen, die ich dort seit Jahren beobachten konnte, werden in diesen Tagen genau das versuchen.



Was also, wenn diese Rodungshinterlassenschaften dort weiter liegen bleiben und darin Nester gebaut und diese bebrütet werden. Der Abtransport dürfte zur Katastrophe werden und „rückläufige Bestände“ zu verzeichnen sein.

Die paar Vögelchen? Keine „Schlagzeile“ wert? Ich sehe das völlig anders, zumal ich von ausführenden Fachunternehmen erwarten kann, dass sie die Kompetenz besitzen, um solche Folgen zu wissen. Wenn allerdings zum Auftrag solcher Abtransport nicht gehört hat, und da ist abschließend noch mehr zu tun, dann zumindest Hinweis wie Beratung des Auftraggebers – in diesem Fall den Fachbereich der Hansestadt Lübeck.

Das wäre mein Beispiel für „Unerfreuliches“, wie anfangs dargestellt. Positive Geschehnisse zeichnen sich allerdings auch bereits ab. Wie ich schon geschrieben habe vor ein paar Tagen singen die Amseln schon vor dem Morgengrauen und balzen um ihre Partner.





Hier befand sich auf der Astgabel das Nest zuvor


Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Heute schmusten Ringeltauben in der nahen Birke. An alter Stelle, obwohl das vor ein paar Tagen noch vorhandene Nest „abgerutscht“ ist. Es sind wohl die, die hier seit Jahren als „Altvögel“ und Pärchen nisten, brüten und Junge aufziehen. Oder sogar bereits deren Nachkommen bzw. „Zugewanderte“.
Sogar unser Vogelhäuschen auf dem Balkon wird wiederholt von einem Meisenpaar interessiert angeflogen und besichtigt. Heute mehrfach zu beobachten. Außerdem eine Dohle am Häuschen und neulich eine Krähe. Da muss schon der Hunger groß sein. Aber wenn andernorts nichts zu finden ist, bleibt wohl nichts anderes übrig.

Ich werde jedenfalls am morgigen Montag den zuständigen Bereich der Hansestadt Lübeck zum Abtransport der Busch- und Baumwurzeln befragen und den „Sachstand“ berichten. Außerdem weitere Fotos zeigen zu genannten Beispielen. Wäre erfreulich, wenn in der Rodung aufgeräumt wird. Außerdem möchte ich wissen, ob was dort nachgepflanzt wird.

Warum ausgerechnet hier im Umfeld der Baltic-Schule? Nun, ich wohne eben hier. Ich gehe aber davon aus, dass der hier gezeigt unerfreuliche Umgang mit der Natur dem auch anderer Anlagen entspricht. Wenn nicht, freue ich mich durchaus. Nur was hier passiert ist und weiter passiert – daran kann nicht einfach hinweg gesehen werden. Dann hätte alles so bleiben sollen wie es zuvor war...

Impressum