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AktivRegionen: Zu weiteren Leuchtturmprojekten beglückwünscht

22. März 2009 (Holzbunge/HL-red.) Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher hat die AktivRegionen in Schleswig-Holstein zur Auswahl der zu fördernden so genannten Leuchtturmprojekte beglückwünscht. "Ich freue mich sehr darüber, dass wir neben den bereits zugesagten Mitteln zusätzliche EU-Mittel und Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II des Bundes zur Weiterentwicklung und Stärkung der AktivRegionen und damit des ganzen ländlichen Raumes einsetzen können", sagte er.

Auf der Sitzung des AktivRegionen-Beirates in Holzbunge (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gab von Boetticher heute (19. März) zugleich bekannt, welche der eingereichten Leuchtturmprojekte zusätzliche Fördermittel erhalten. Folgende Vorhaben hatten zuvor die AktivRegionen in der Beiratssitzung selbst ausgewählt:

- 600.000 Euro für die Radtourismusförderung am Nord-Ostsee-Kanal. Hierbei geht es auch um die Sicherung wertvollen Kulturerbes am Kanal und zur Schaffung und Verbesserung des Erlebnis- und Unterkunftsangebots für Radtouristen entlang der Wasserstraße.
- 555.000 Euro für das Wohnprojekt Hürup, ein Wohnprojekt mit Pilotcharakter zur Versorgung von an Demenz erkrankten Menschen im ländlichen Raum.
- 600.000 Euro für ein Reetdachprojekt zum Erhalt und zur Förderung des Reets als traditioneller und kulturhistorisch für Schleswig-Holstein bedeutender Dachbelag.
- 176.000 Euro für ein Projekt zur Vorbereitung der Anmeldung des Dannewerks als UNESCO-Weltkulturerbe.
- 222.000 Euro für das Waldmuseum in Burg/Dithmarschen und seine Erweiterung als regionales Zentrum der Umweltbildung.
- 600.000 Euro für die Jugendbildungsstätte in Barmstedt. Das schon recht alte Gebäude soll energetisch saniert und die Sanierung zugleich als Anschauungs- und Bildungsprojekt für Jugendliche genutzt werden.
- 80.600 Euro für "das verrückte Haus"; ein Projekt mit touristischem Hintergrund, in dessen Rahmen ein auf dem Kopf stehendes Haus errichtet werden soll.
- 600.000 Euro für die "Kirchenrouten", also die Erarbeitung einer Route, entlang derer historisch bedeutsame Kirchen liegen, teilweise Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden sowie die Bereitstellung von Informationen für Einheimische und Gäste von auswärts.

Bei den 21 AktivRegionen handelt es sich um Zusammenschlüsse von öffentlichen und privaten Institutionen. Sie orientieren sich an dem so genannten Leader-Konzept der EU zur Förderung des ländlichen Raumes. Wesentlicher Inhalt ist, dass sich die Regionen als eingetragener Verein selbst organisiert haben. Die Größen bewegen sich zwischen 30.000 und ca. 100.000 Einwohnern, neben den kleineren Gemeinden im Lande sind nahezu alle Städte in den AktivRegionen eingebunden. Sämtliche Regionen erhalten bis 2013 ein jährliches Budget in Höhe von 250.000 bis 300.000 Euro an EU Mitteln, daneben gebündelte EU-, Bundes- und Landesmittel, die im Rahmen eines landesweiten Wettbewerbs für so genannte Leuchtturmprojekte eingesetzt werden. Das sind Projekte, mit denen Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden sollen und die im Rahmen von Kooperationen Innovationen ermöglichen.
Welche Leuchtturmprojekte gefördert werden, beschließt gemeinsam mit dem Ministerium sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume der Beirat aller 21 AktivRegionen. Neben den heute ausgewählten Projekten werden noch vor den Sommerferien in einer zusätzlichen Runde weitere "Nachzügler" festgelegt werden.

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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