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Agentur für Arbeit Lübeck

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Abschieds-Ballett der Mauersegler - nun "geht's" gen Afrika

30. Juli 2014 (HL-Red-RB) Die "Brutsaison" am Redaktionsbalkon von Lübeck-TeaTime erlebt derzeit den "ornithologischen" *) Höhepunkt. Das hört sich nicht nur sehr "wissenschaftlich" an, das wird es sogar immer mehr, je aufmerksamer der nur einfache Blick auf besagte Saison, die im Grunde ständig besteht, werden die auch ganzjährigen Besuche unserer gefiederten Freunde über die Brutsaison hinaus einbezogen. Selbstverständlich gehört auch der Vergleich dieser Besuche zun den Vorjahren dazu, und so betrübt es geradezu, dass hier die Grünfinken immer weniger zu beobachgten waren und nun praktisch ausgeblieben sind. Das mag am "grünen Kahlschlag" im Umfeld liegen, sollte sich aber nach zu erwartender Wiederbelebung bessern. Der vor allem nächste Winter wird es zeigen. Allerdings scheint das Massensterben dieser Spezies als Folge von Infekten durch belastetes Futter nicht überwunden. Überhaupt war ein starker Rückgang an Besuchen der Futterstelle zu verzeichen. Das allerdings kann auch daran gelegen haben, dass der milde Winter 2013/14 die „Gäste“ aus etwa dem fernen Sibirien ihre Reise in näherer „Entfernung“ abbrechen konnten, weil ihnen schon dort die Klimaverhältnisse ausreichten. Von den Netzen „Singvogel fressender Menschen“ soll hier jedoch nicht die Rede sein.
Nein, hier sollen noch einmal „unsere“ Mauersegler gezeigt werden, die auch in diesem Jahr wieder unter dem Flachdach seitlich oberhalb des Balkons erfolgreich gebrütet haben. Und so, wie eines der Pärchen jedes Jahr laut „sirrend“ im zahlreichen Geschwader zu ihrem Nest begleitet und dort auch weiter häufig besucht werden, genauso lebhaft wird hier gemeinsam mit ihnen Abschied genommen. Sie lassen sich dabei nicht einmal stören, wenn wir auf dem Balkon sitzen und sie beobachten. Sie schwirren sogar mitunter so nah über unsere Köpfe, dass man sie fast „ergreifen“ könnte. Von den „Hausherren“ passierte übrigens in diesem Jahr eine Bruchlandung auf dem Balkon. Das Gerücht, sie könnten wegen ihrer kleinen Beinchen nicht vom Boden starten, widerlegte sich von selbst. Kurz darauf und vom Schreck erholt, gelang der Start durchaus problemlos.

Heute morgen waren sie noch zu hören. Aber bald die Stille zu erwarten, wenn sie in ihr Winterquartier aufgebrochen sind. Wie recherchiert, beginnen zumeist die „Erwachsenen“ damit. Den Jungen im Nest bleibt so nichts anderes übrig, als ihnen „ohne weitere Anleitung“ zu folgen. Aber die Natur wird schon wissen, dass das so geht.

Hier ein kleiner Bilderbogen von den vergangenen Tagen:
















Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Bleibt unseren Freunden nur zu wünschen, dass sie im kommenden Jahr „alle“ wieder zurückkehren mögen. Unbeschadet; aber wie bekannt, entgehen sie den Netzen ihrer menschlichen Feinde, indem sie eine Rast mittels „Landen“ nicht brauchen. Sie verfügen über „zwei Gehirn-Hälften“, von denen eine schlafen kann, während die andere den Weiterflug ermöglicht. Auch die Flughöhe, die durchaus über 3500 liegen kann, dürfte gewissen Schutz bieten.


*) Blick in WIKIPEDIA zur Ornithologie:
Die Ornithologie (altgr. ὄρνῑθ- [órnῑth-], Stamm von ὄρνις [órnis] – „Vogel“ –, und λόγος [lógos], „Begriff“) oder Vogelkunde ist jener Zweig der Zoologie, der sich mit den Vögeln (Aves) – mit rund 10.000 Arten eine der artenreichsten Klassen der Wirbeltiere – befasst. Dazu gehören unter anderem Physiologie, Taxonomie, Ökologie oder Verhalten (inklusive der Rufe und Wanderverhalten) der Vögel. Ein besonderes Arbeitsgebiet der Vogelkunde ist die Untersuchung des Vogelzuges, zum Beispiel mithilfe der Beringung. Die Geschichte der wissenschaftlichen Ornithologie ist zumindest im 20. Jahrhundert in Deutschland eng mit dem Vogelschutz beziehungsweise Naturschutz verbunden.

In der Ornithologie sind neben hauptamtlichen Wissenschaftlern auch zahlreiche Amateurornithologen tätig, die zum Teil wesentliche Beiträge zum Verständnis der Biologie einzelner Arten, Artgruppen oder zu Regionalfaunen geleistet haben und immer noch leisten.

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