Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Kühle Temperaturen? Kein Wunder - das ist die "Schafskälte"

18. Juni 2014 (HL-Red-RB) Gestern haben wir sogar noch "auf dem Balkon" bei angenehmen Temperaturen sitzen können. Und heute? Der Vormittag heute bescherte uns einen Abrutsch auf um die 12° C. Und über 20° wird das Thermometer wahrscheinlioch auch nicht klettern. Morgen soll es noch "tiefer" (11 - 17°)rutschen und sich bis Freitag fortsetzen. Das "offene Geheimnis": die Schafskälte! Dazu führt WIKIPEDIA aus: "Die Schafskälte ist eine meteorologische Singularität. Um den 11. Juni (zwischen dem 4. und 20. Juni) gibt es in Mitteleuropa oft einen Kälteeinbruch, der sich vor allem in Deutschland auswirkt. Die Schafskälte tritt nicht jedes Jahr auf. Durch kühle und feuchte aus dem Nordwesten einströmende Luft sinkt die Temperatur um fünf bis zehn Grad Celsius.

Den Namen trägt diese Wetterlage nach den Schafen, die traditionell bis dahin bereits geschoren wurden und für die der Kälteeinbruch dann durchaus bedrohlich werden kann. Muttertiere und Lämmer (Foto ü/shna) wurden daher erst nach Mitte Juni geschoren
Ursachen[
Schafskälte entsteht wie jede Landwetterlage durch die unterschiedlich schnelle Erwärmung von Landmassen und Meerwasser (s. a. Eisheilige). Während das Land im Juni bereits stark erwärmt ist, ist das Meer aufgrund der hohen Wärmekapazität und Konvektion des Wassers noch relativ kalt. Das über Europa entstehende Tiefdruckgebiet führt dann von West bis Nordwest Kaltluft polaren Ursprungs heran. Das bedeutet, dass mit der Schafskälte auch eine Drehung der vorherrschenden Windrichtung von Südwest auf Nordwest verbunden ist. Aufgrund ähnlicher Umstellungen der großräumigen Luftdruckverteilung über dem Indischen Subkontinent wird die Schafskälte auch als europäischer Sommermonsun bezeichnet.

Die Wetterlage trat zumindest in der Vergangenheit mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ein. Flohn und Hess(1949) werteten die Jahre 1881 bis 1947 aus und kamen auf eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 89 Prozent."

Impressum