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Neujahrsfeuerwerk und Eisvogel - Farbenpracht gemeinsam

01. Januar 2014 (HL-Red-RB) Ein farblos gläsern leuchtender Eisvogel in einer Balkonkasten-Blumenkreation an einem schon dunklen Sommerabend inspirierte mich darüber nachzudenken, wie der Eisvogel zu seinem farbenprächtigen Gefieder gekommen ist. Wenn Sie, verehrte Gäste in Lübeck-TeaTime, mögen, erfahren Sie diese meine Gedanken dazu. Warum gerade heute? Nun, das erneut farbenprächtige Feuerwerk dieser Neujahrsnacht gibt die Antwort darauf:

Wie der Eisvogel zur Farbenpracht seines Gefieders kam

Als der Schöpfer Himmel und Erde geschaffen hatte, wollte er den Tieren noch einmal Gelegenheit geben, sich nicht nur zufrieden zu zeigen, sondern auch „Beschwerden“ nachzukommmen und das eine oder andere zu ändern. Selbst wenn dadurch des einen zum Nachteil anderer geraten könnte. Allen recht machen kann sogar der Schöpfer es nicht – und das ist bis heute so. Der Schöpfer rief also die Tiere auf, sich einzufinden und ihm ihre Wünsche zu nennen. Vieles erfüllte Gott sofort. Ob sie alle da schon wirklich zufrieden waren, darf bezweifelt werden. Vielleicht auch trauten sich einige nicht, das zuzugeben oder erkannten das erst später. Beispiel Zaunkönig: Der begab sich in das Gefieder des Adlers bei einem Wettbewerb, wer am höchsten in den Himmel steigen könnte. Hob daraus ab, übertraf den schon erschöpften König der Lüfte und gewann damit einen neuen Namen.

Die meisten der Bittsteller waren längst auf dem Weg zurück in ihre Lebensräume, Da schwirrte ein fast durchsichtig gefiedertes Vögelchen heran, das zwar den Aufruf des Schöpfers gehört, jedoch in Schnee und Eis des Nordens den zeitigen Abflug verpasst hatte. Gott zeigte Verständnis für die Verspätung und ließ sich auf eine Ausnahme ein: Denn der ursprünglich „durchsichtig-gläsern“ wirkende Eisvogel, für die Jagd auf Fische vom klaren Himmel hinunter ins ebenso klare Wasser ideal getarnt, war damit dennoch nicht so recht glücklich: Die meisten seiner gefiederten Freunde erfreuten sich hübschester Farben, dass diesem beim eigenen Anblick fast fröstelte. Der Schöpfer erbarmte sich also und schenkte ihm ein Federkleid, das so farbenprächtig leuchtet, dass dessen Pracht seinesgleichen sucht bis in die heutigen Tage.







Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Ob diese sich damit um Neujahr, wenn farbensprühendes Feuerwerk den Nachthimmel erleuchtet, mit diesem messen, scheint eher unwirklich. Vielleicht aber müsste man nur ein wenig genauer hinschauen.

Ein wohl "dunkles" Geheimnis wird bleiben, warum der Eisvogel nicht wie Zugvögel hier entflieht, um in wärmeren Gefilden zu "überwintern". Dort, wo es dann keine zugefrorenen Gewässer gibt und ihm die Jagd weiter möglich ist. Zugefrorene Bäche etwa können den eisigen Hungertod für ihn bedeuten...


® Reinhard Bartsch, Lübeck

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