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Hilfe für Fledermäuse auf dem Schlutuper Friedhof

03. September (HL-Red-RB) Ein Friedhof mit Fledermäusen erscheint einigen Leuten unheimlich, in Schlutup muss man sich aber in Zukunft auf die kleinen Tiere einstellen. 27 neue Kästen geben den Säugetieren ab sofort eine neue Heimat. Der Hintergrund: Ihnen fehlen bei modernen Gebäuden die passenden Quartiere.
Die Stiftung Natur im Norden hat mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz und -forschung im NABU und der Kirchengemeinde St. Andreas 27 neue Fledermauskästen auf dem Friedhof, am Pastorat und der Kirche in Lübeck-Schlutup aufgehängt. Möglich macht das der "Dr. Jörg Sandmann Fonds" in der Stiftung Natur im Norden, den Dr. Jörg Sandmann finanziert hat. Dem in Travemünde praktizierenden Arzt liegen die kleinen nachaktiven Säugetiere am Herzen, mit dem Fonds bei der jungen Bürgerstiftung möchte er den Fledermausschutz in Schlutup gezielt unterstützen.




Dr. Jörg Sandmann, Pastor Kai Schäfer und Uwe Dierking, Vorstandsmitglied der Stiftung Natur im Norden stellten das Projekt am Dienstag vor.


In die Fledermausquartiere werden Zwerg- und Mückenfledermäuse und möglicherweise die Große Bartfledermaus einziehen. Wie alle Gebäude bewohnende Fledermäusen fehlen ihnen auch in Schlutup geeignete Aufzucht- und Überwinterungsquartiere. Durch Gebäudesanierungen wird es für die Jäger der Nacht immer schwieriger, Unterschlupf auf Dachböden oder Schuppen zu finden. Viele Quartiere verschwinden meist aus Unkenntnis bei Renovierungen, in Niedrigenergiehäuser gibt es nicht den kleinsten Spalt, in denen sich Fledermäuse zurückziehen können.

Die vor zwei Jahren gegründete Stiftung Natur im Norden bietet Menschen die Möglichkeit, bei der Bewahrung von Natur und Landschaft, selbst Verantwortung zu übernehmen. Mit der Bildung von Stifterfonds können danach eigene Gelder je nach individuellem Wunsch einem ganz konkreten und selbst bestimmten Zweck dauerhaft zugeführt werden.






Ralf Stahlbaum, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz und -forschung im NABU, brachte am Dienstag die neuen Kästen an. Gleichzeitig jeweils "daneben" Meisenkästen, um diese Konkurrenz von denen für die Fledermäuse abzulenken


Hier weitere Fotos:



Pastor Kai Schäfer hatte zum frühmorgendlichen Termin Kaffe und Schnittchen mitgebracht. Für den Aufschnitt eigens eine Ausstechform besorgt, die die Fledermaus zeigt




NABU - Kollegin Ursula Becker hatte zur Anschauung eine (in einer Plastiktüte verendet aufgefundene) "Braune Langohr" - Fledermaus mitgebracht und wusste kompetent um dieses Säugetier zu berichten












Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck.

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