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Mitführverbot bis Anleinpflicht von Hunden - oftmals ignoriert

27. August 2013 (HL-Red-RB) Nicht nur direkt "vor, auf und hinter dem Deich" gelten Bestimmungen zu o. a. Thema. Leider bestehen oftmals "Unklarheiten" bei Hundebesitzerinnen und -besitzern dazu auch in Lübeck nach dem Gefahrhundegesetz des Landes Schleswig-Holstein sowie der lübschen Stadtverordnung über den Anleinzwang von Hunden im Innenstadtbereich. Nach Letzterer besteht AnLeinzwang für alle Hunde in der vom Wasser umgrenzten Altstadtinsel. Der Innenstadtbereich wird ab der Hubbrücke begrenzt durch den Wasserverlauf Hansahafen, Holstenhafen, Stadt-Trave, Mühlenteich, Krähenteich und ab Rehderbrücke Kanal-Trave und Klughafen. Die Brücken über dem Wasserverlauf gehören nicht mit zum Innenstadtbereich.

Wer aber nun glaubt, sollte genannte Verordnung weiter lesen - vor allem, wenn man bei der Anmeldung des Hundes die Bestimmungen dazu nicht zur Kenntnis genommen hat oder es nicht wollte. Das schützt letztlich nicht vor verhängen von Bußgeld, wenn man gegen diese verstößt. Denn auch für andere Bereiche gilt eine Anleinpflicht bzw. sogar ein Verbot der Mitführung:

Hier ein Auszug aus genannter Verordnung:
"An der Leine zu führen sind ferner alle Hunde, die mitgeführt werden
1.
bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
2.
bei Mehrfamilienhäusern auf Zuwegen, in Treppenhäusern, in Aufzügen, in Fluren und in sonstigen von der Hausgemeinschaft gemeinsam genutzten Räumen,
3. in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und
Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
4. in der Allgemeinheit zugänglichen umfriedeten oder anderweitig begrenzten Park-, Garten- und Grünanlagen
mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufgebiete,




Wer dieses Schild "nicht lesen kann", dem bleiben für das Erkennen des Verbots diese kleinen Zeichnungen - Herausreden also erfolglos


5. in Sportanlagen und auf Zelt- und Campingplätzen,
6. in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln,
7. auf Friedhöfen,
8. auf Märkten und Messen und
9. in Naturschutzgebieten, soweit diese Flächen betreten werden dürfen.

Mitnahmeverbot für alle Hunde:
Es ist verboten, Hunde mitzunehmen oder laufen zu lassen in
1. Kirchen, Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser,
2. Theater, Lichtspielhäuser, Konzert-, Vortrags- und Versammlungsräume,
3. Badeanstalten sowie auf Badeplätze, Kinderspielplätze und Liegewiesen und
4. städtischen Friedhöfen in Lübeck (lt. Friedhofsordnung)

Allgemeine Pflichten:
Hunde sind so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgehen.
Die Person muss den Hund jederzeit so beaufsichtigen, dass durch ihn Menschen, Tiere oder Sachen
nicht gefährdet werden. Ein Hund darf auch nur solchen Personen überlassen werden, die die Gewähr dafür
bieten, dass diese Anforderungen erfüllt werden.
Dem Hund ist ein Halsband oder eine Halskette mit einer Kennzeichnung anzulegen, aus der die Hundehalterin
oder der Hundehalter (Name, Anschrift) ermittelt werden kann."

Am Beispiel des "Bolzplatzes" am Stichweg zwischen Fregattenstraße und Baltic-Schule, wo durch zwei Schilder klar erkennbar ist, dass für "Hunde dort kein Platz ist", ist dort regelmäßig die Unvernunft vieler - und zumeist "nur" immer wieder bestimmter - Hundehalterinnen und -halter zu beobachten. Von "Mitfühhren" kann keine Rede sein - hier wird den Vierbeinern freier Lauf gelassen. Und wenn weitere Bestimmungen verstanden werden, gilt die Anleinpflicht auf allen Stichwegen in diesem Wohn- und Grüngelände. Die Frage, wohin denn mit den Hunden? Nun - ab ins Wiesental. Da gibt es leider auch keine wirklich eingezäunte Freilauffläche, so dass angeleinte Hunde auf dem Stichweg von der Moislinger Allee Tankstelle Höhe Schaluppenweg Richtung Kutterweg oftmals von den frei laufenden "belästigt" werden. Wie sollten sie auch zwischen "Wiese und Weg" unterscheiden können?

Ein weiteres Thema das Aufnehmen und Entsorgen von Hundekot beim Gassi-Gehen. Leider oft zu beobachten, dass weder die Anleinpflicht noch besagtes weiteres Thema beachtet werden. Noch schlimmer darauf aufmerksam gemacht, die dann zumeist nicht gerade freundliche Reaktion der Übeltäterinnen und - täter...

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