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Hornhecht: Hervorragender Kämpfer - und auch Speisefisch

06. Juli 2013 (HL-Red-RB) Zurück zum Hornhecht - und das dürfte mehr als interessant sein: Grüne Gräten, wirklicher "Speisefisch"? Was war früher der Lachs? Am Rhein etwa bestand ein derartiger Überfluss, dass Haushaltskräfte sich ausbedungen in ihren Verträgen, nicht mehr als zwei Mal die Woche diesen heute unstreitigen Edelfisch auf den Teller zu bekommen. Was also sagt WIKIPEDIA zum hier regionalen kleinen "Schwertfisch", der aber - obwohl schon am Haken - noch derart kämpft und dabei sogar aus dem Wasser schießt - dass es ein unvergleichbares Fang-Erlebnis sein kann. Ein anglerisches "Wurm-Baden" ist das jedenfalls nicht. Und von "Minderwertigkeit" als Speisefisch kann schon gar nicht die Rede sein. Kürzlich waren diese Fisch sogar teurer als Heringe.




Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck


Das sagt WIKIPEDIA dazu:
Die Familie der Hornhechte (Belonidae von βέλος = „Geschoss, Pfeil“) umfasst 34 Arten in 10 Gattungen.

Aussehen
Hornhechte sind sehr schlanke Oberflächenfische. Sie haben ein schnabelartiges, verlängertes Maul mit zahlreichen, nadelartigen Zähnen. Bei erwachsenen Tieren sind Ober- und Unterkiefer gleich lang. Die Jungtiere haben zuerst ein normales Maul, dann wächst zuerst der Unterkiefer, so dass sie wie die verwandten Halbschnäbler (Hemirhamphidae) aussehen. Später folgt der Oberkiefer.

Die Flossen haben keine Hartstrahlen. Rücken- und Afterflosse sitzen weit hinten am Körper, die Bauchflossen befinden sich ungefähr in der Mitte des Körpers. Die Augen der Hornhechte haben einen besonderen Schutz gegen das von oben kommende helle Licht, dem sie als Oberflächenfische besonders ausgesetzt sind. Die Iris hat in ihrem oberen Teil einen Lappen, der das Eindringen direkten Sonnenlichts vermindert. Gestalt und Größe des Irislappens sind bei jeder Art verschieden.

Kleine im Süßwasser lebende Arten werden nur 6 bis 7 Zentimeter lang, während große marine Arten bis zu 2 Meter lang werden können.

Verbreitung
Die Tiere haben eine weltweite Verbreitung in tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren, in Brack- und Süßgewässern. Der Gewöhnliche Hornhecht (Belone belone) lebt im Ostatlantik, von Island bis zu den Kanarischen Inseln, im Mittelmeer, im Schwarzen Meer und in Nord- und Ostsee.

Sonstiges
Der einheimische Gewöhnliche Hornhecht (Belone belone) wird einen Meter lang. Er ist ein sehr geschätzter Speisefisch, der jedoch wenig kommerziell gefischt wird. An den Küsten der südlichen und westlichen Ostsee wird er besonders im Frühsommer (etwa Anfang Mai für max. 3 Wochen) geangelt, da er dann zum Laichen in die Nähe des Strandes kommt. Ein beliebter Laichplatz ist der Greifswalder Bodden. Auffallend sind seine grünen Gräten. Diese Farbe entsteht durch den Abbau des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin zu Biliverdin.

Hornhechte ernähren sich von kleinen Freiwasserfischen und freischwimmenden Krebsen, die sie in schneller Jagd erbeuten, indem sie (wie auch die Knochenhechte) die Beute meist seitwärts schlagen. Bei der Jagd, auf der Flucht oder um sich von Parasiten zu befreien, können Hornhechte weit aus dem Wasser springen.

Hornhechte heften ihren mit Klebefäden versehenen Laich an im Wasser treibende feste Substrate, wie Tang, Treibgut oder sogar Boote an."

Nachbemerkung: Genau auf diese Ausführungen könnte besagte Tageszeitung "hereingefallen" sein. Denn hier ist von "drei Wochen" in Strandnähe die Rede. In Travemünde stimmt es eben nicht. An der Travemündung ist der Fisch bis Mitte Semptember zu Gast. Warum? Nun, dass wissen erst einmal nur diese selbst...

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