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Natur Umwelt Klima Energie

Fraunhofer-Institut: Olivenabfall mehrfach nutzen

05. April 2013 (HL-Red-RB) Abfälle aus der Olivenölindustrie stellen eine erhebliche Umweltbelastung dar: Olivenöl ist lecker und gesund. Doch bei der Produktion fallen flüssige und feste Reststoffe an, die Polyphenole enthalten. Diese aromatischen Verbindungen sind zwar natürlichen Ursprungs, aber einer der Gründe, warum Abfälle aus der Olivenölindustrie eine erhebliche Umweltbelastung darstellen. Deshalb muss der Abfall aufwändig entsorgt werden. In dem von der EU geförderten Projekt »En-X-Olive« untersuchen Partner aus Forschung und Industrie, wie sich die Reste verwerten lassen. Die Idee ist es, zunächst verwertbare Substanzen zu extrahieren, um sie als natürliche Antioxidantien in der Kosmetik- oder Lebensmittelindustrie zu nutzen.

Die übrige Biomasse soll energetisch verwertet werden. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart prüfen, ob sich die Abfälle zur Biogasgewinnung eignen. Erste Untersuchungen im Labormaßstab zeigen, dass sowohl die flüssigen als auch die festen Reststoffe wertvolle Energie liefern.

Die Reststoffe wurden nach einem am IGB entwickelten Verfahren vergoren, bei dem die Substrate in den Reaktoren während der Vergärung optimal durchmischt werden. Je nach Zusammensetzung der jeweiligen Abfallfraktion bildeten sich dabei aus festen Abfällen innerhalb von 20 bis 30 Tagen bis zu 720 Liter Biogas pro Kilogramm organischer Trockensubstanz. Bei den flüssigen Abfällen konnten die Forscher innerhalb von 10 Tagen 680 bis 980 Liter Biogas pro Kilogramm organischer Trockensubstanz nachweisen. Eine konventionelle Biogasanlage mit Maissilage liefert 680 Liter Biogas pro Kilogramm organischer Trockensubstanz. Sogar die Gärreste lassen sich nutzen – etwa als organische Düngemittel.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

erschienen am: 2013-04-02 im europaticker

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