Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Mobile Hilfe für stressgeplagte Kranke

15. Februar 2009 (HL-Red./HS). Auf der kommenden Cebit 2009 stellen Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft Sensornetzwerke vor, die wichtige Vitalfunktionen Kranken überwachen können. Da sind beispielsweise Schlafprobleme. Die vielfältigen Ursachen von Schichtarbeit über Stress und Krankheiten und die Folgen wie Schnarchen und kurze Atemstillstände – so genannte Schlafapnoen – können bislang nur in einem Schlaflabor festgestellt werden. Dort muss der Patient mindestens eine Nacht verbringen, wird verkabelt und von einer Vielzahl von Messgeräten und Kameras überwacht.

Jetzt haben die Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen ein mobiles Schlaflabor für zu Hause entwickelt. Das Gerät „SomnoSENS“ besieht aus einer kleinen Box, die während des Schlafs am Körper getragen wird und verschiedene Vitalfunktonen überwacht. Mit vier Klebelektroden wird ein EKG aufgezeichnet, ein Clip am Finger miss die Sauerstoffsättigung des Blutes und den Puls , eine Nasenbrille und dehnbare Gurte um den Oberkörper überwachen die Atmung, ein Bewegungssensor in der Box erkennt die Körperlage des Schläfers und registriert, wie viel sich der Patient im Schlaf bewegt. „Aufgrund der Miniaturiiserung beeinträchtigt des Gerät kaum den Schlafkomfort“, versichert Herbert Seigert vom IIS. Das Gerät überträgt per Bluetooeth-Funkverbindung die Daten kabellos zur Basisstation. Der Arzt kann später die Informationen aufwerten und so eine fundierte Diagnose stellen.

Herz-Kreislaufpatienten haben oft Angst vor einem erneuten Herzinfarkt oder anöden krankhaften Veränderungen am Herzen. Mit einem neuen Telemonitoring-System SYSVital des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden kann deren Gesundheit laufend überwacht werden. Ein kleines Basisgerät wird am Körper des Patienten befestigt und zeichnet Herzschläge über ein 3-Kanal-EKG auf. Maximale und minimale Herzraten und Vorhofflimmern werden erfasst. Da gleichzeitig die Bewegung erfasst wird, kann der Arzt leichter die Diagnose stellen. Die Daten werden über ein Homegateway auf einem Internetportal abgelegt, wo sie dem Arzt zur Verfügung stehen. Außerdem bestehen Möglichkeiten, auch die Blutdruck-, Gewichts- und Blutzuckerwerte zu messen.

Da für ein gesundes Leben Bewegung äußerst wichtig ist, ist es gut, wenn man selbst oder der Arzt erfassen kann, wie viel man sich wirklich bewegt. Dafür haben die Erlanger Forscher ein Gerät „ActiSENS“ entwickelt. Der Betroffene trägt am Gürtel eine kleine mit Bewegungssensoren ausgestattete Box. Alle Aktivitäten werden gemessen und erhalten Punktwerte. So entsteht eine tägliche Bewegungsbilanz. Die Werte lassen sich am Tagesende per Bluetooth auf den Computer übertragen und analysieren. Der Betroffene kann sie an seinen Arzt weiterleiten, der sie auswerten kann. Das ist bei vorgeschriebener Bewegungstherapie sehr bedeutsam.

© Horst Schinzel/HS-Kulturkorrespondenz
Postfach 347 * 23 693 Eutin * Tel 04521 70 521 * Mobil 0176 4801 3589 * fax 04521 790 522 * email hskutlur@aol.com

Impressum