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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Bei Berechnung an Lkw-Maut Umwelt- und Sozialkosten denken

13. Februar 2009 (Berlin/Brüssel/HL-Red.). Im Zusammenhang zur Abstimmung über die Novellierung der „Eurovignetten-Richtlinie“ im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hatte der NABU konkrete Schritte zur Reduzierung der Verkehrsbelastung durch Lkw gefordert. Das Ergebnis liegt hier noch nicht vor. Den Text dazu hier:

"Ein entscheidender Schlüssel
dafür sei die Einbeziehung externer Kosten, insbesondere Umwelt- und
Sozialkosten, in die Lkw-Maut. Die gegenwärtige Richtlinie untersage
den Mitgliedstaaten bisher eine solche Kostenanrechnung. Die
Novellierung müsse diesen Missstand aufheben.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Wir brauchen endlich eine
Regelung, die es allen Mitgliedstaaten erlaubt, die externen Kosten in
die Lkw-Maut einzubinden. Gesundheits- und Umweltschäden sowie die
Kosten für schwerwiegende Unfälle mit Lkw-Beteiligung dürfen nicht
weiterhin dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Viele Bürger leiden unter
Lärmbelastung und Luftverschmutzung insbesondere durch den
Schwerlastverkehr.“

Der NABU fordert die Parlamentarier auf, eine Verwässerung oder sogar
Blockade der Richtlinie zu verhindern. „Wenn es die EU mit dem
Klimaschutz ernst meint und Lärm und Schadstoffe verringern will, kommt
sie nicht um das Verursacher-Prinzip herum. Wer Schäden anrichtet,
sollte auch dafür zahlen“, so Miller.

Anfang 2009 wurden die Lkw-Mautsätze in Deutschland stärker an den
Abgasemissionen orientiert. Doch der durchschnittliche Mautsatz von 16,3
Cent je Kilometer deckt nicht einmal die von Lkw verursachten Kosten für
Bau und Erhalt von Autobahnen. Miller: „Die EU hat bereits vor zehn
Jahren eine Gleichbehandlung aller Verkehrsträger gefordert. Von diesem
Ziel sind wir noch meilenweit entfernt. Gütertransport ist auf der
Straße unter Einbeziehung aller Kosten im Vergleich zur Schiene um
den Faktor vier teurer. Diese Mehrkosten übernimmt derzeit der Bürger,
der unfreiwillig die Straße subventioniert. Die Maut sollte deshalb
jährlich um drei Cent bis auf dann 45 Cent je Kilometer im Jahr 2020
erhöht werden.“

Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass allein in
Deutschland der Lkw-Verkehr bis zum Jahr 2025 im Vergleich zu 2004 um 88
Prozent steigen wird und damit auch der Ausstoß an Klimagasen. „Die EU
muss schnell konkrete Maßnahmen gegen das Lkw-Verkehrswachstum
beschließen, sonst werden alle Klimaziele durchkreuzt“, so Miller."

www.NABU.de
Quelle: NABU Schleswig-Holstein

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