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Staatssekretär: Menschenrechte gehören in Alltags-Mittelpunkt

09. Februar 2009 (Kiel/HL-Red.) 60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: Laut Innenstaatssekretär Ulrich Lorenz gehören die Menschenrechte in den Mittelpunkt unseres Alltags. Er hat ein weit verbreitetes Desinteresse der Bevölkerung an Menschenrechten beklagt. "Die Menschenrechte sind im öffentlichen Bewusstsein wenig präsent", sagte Lorenz Mitte vergangener Woche in Kiel. Nach einer repräsentativen Umfrage von Amnesty International aus dem Monat Mai des vergangenen Jahres seien mehr als 40 Prozent der wahlberechtigten Deutschen nicht in der Lage, ein einziges Menschenrecht zu benennen.

Lorenz bedauerte, dass die vor 60 Jahren formulierte Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in vielen Fällen nicht durchgesetzt werden könne. Er appellierte an alle Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, mit Entschlossenheit für die Einhaltung der Menschenrechte zu kämpfen und sich nicht nur an Feier- und Gedenktagen öffentlich zu ihnen zu bekennen. "Die Menschenrechte gehören in den Mittelpunkt unseres Alltags", sagte Lorenz. Sie könnten weder mit dem Hinweis auf religiöse oder kulturelle Traditionen in Frage gestellt werden.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist nach Ansicht des Staatssekretärs uneingeschränkt aktuell. Die Rechte seien unteilbar und ergänzten einander. Die Erklärung wirke durch ihre universelle Gültigkeit und gebe mit absoluten Wertentscheidungen Orientierung. Die internationale Gemeinschaft sei in der Lage, auf Menschenrechtsverletzungen zu reagieren und zu handeln. Die Verbreitung und Einhaltung der Menschenrechte habe einen beeindruckenden Umfang erreicht und sei auf dem Weg, ihre Wirksamkeit zu erhöhen.

Lorenz sprach auf einer Veranstaltung von Refugio, dem Zentrum für Behandlung, Beratung und Psychotherapie von Folter-, Flucht- und Gewaltopfern. Refugio hat im Jahr 2002 den 4. Februar zum "Anti-Folter-Tag" in Schleswig-Holstein erklärt.

Quelle: Innenministerium SH

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