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Natur Umwelt Klima Energie

Mehrheit hält Stromversorgung auch ohne Atomkraft für sicher

09. Februar 2009 (HH/Hl-Red.) Wie Greenpeace mitteilt, sieht eine deutliche Mehrheit von 59 Prozent der Bundesbuerger sieht keine Gefaehrdung der Energieversorgung durch den Atomausstieg. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag von Greenpeace
durchgefuehrten repraesentativen Umfrage, die die Umweltorganisation anlaesslich der Wintertagung des Deutschen Atomforums veroeffentlicht hat.

Nur eine Minderheit von 27 Prozent haelt eine Gefaehrdung der
Energieversorgung fuer moeglich. Sogar 49 Prozent der Befragten, die sich
als CDU-Waehler bezeichnen, glauben trotz des Atomausstiegs nicht an eine
drohende Stromluecke.

"Die Angstmache des Atomforums und der Energiekonzerne hat nicht
funktioniert", sagt Greenpeace-Atomexperte Tobias Muenchmeyer. "Sie haben
mit einer gross angelegten Kampagne versucht, die Tatsachen zu verdrehen
und behaupten, ohne Atomkraft wuerden die Lichter ausgehen. Doch die
Menschen haben verstanden: Atomkraft schadet Deutschland. Wir brauchen sie
nicht mehr."

Die Versorgung mit Strom ist in Deutschland sicherer denn je: Im Jahr 2008
wurde mit 22 Terrawattstunden ein neuer Rekordueberschuss beim Export von
Strom erzielt. Dafuer haetten neben den seit eineinhalb Jahren
stillstehenden Atomkraftwerken in Kruemmel und Brunsbuettel drei weitere
Atommeiler sofort stillgelegt werden koennen: Neckarwestheim I, Biblis A
und Isar 1. Daher fordert Greenpeace, so schnell wie moeglich alle
Atomkraftwerke abzuschalten und die Laufzeiten nicht zu verlaengern.

Das Deutsche Atomforum bemueht sich als Lobbyorganisation der
Stromkonzerne zusammen mit den Unionsparteien seit dem Jahr 2006 darum,
die oeffentliche Meinung zugunsten der Atomenergie zu drehen. Sie bemueht
immer neue Scheinargumente, um den Atomausstieg nach der Bundestagswahl
rueckgaengig zu machen.

"Die wollen lediglich mit verlaengerten Laufzeiten ihrer Atomkraftwerke
den Stromkunden noch mehr Geld aus der Tasche ziehen", erklaert
Muenchmeyer. Eine Verlaengerung der Laufzeiten fuer die alten, steuerlich
abgeschriebenen Atomkraftwerke wuerde den Energiekonzernen Zusatzgewinne
von etwa einer Million Euro pro Tag und Atommeiler bescheren.

Das Meinungsforschungsinstitut Consultic hat in der repraesentativen
Umfrage 1009 Bundesbuergern folgende Frage gestellt: " Glauben Sie, dass
durch die Beibehaltung des gesetzlich verankerten Atomausstieges in
Deutschland die Stromversorgung gefaehrdet ist"" Die Auswertung der
Antworten nach Wahl-Praeferenz ergibt folgendes Ergebnis: CDU/CSU: 41
Pozent "Ja", 49 Prozent "Nein"; SPD: 30 Prozent "Ja", 62 Prozent "Nein";
FDP: 38 Prozent "Ja", 58 Prozent "Nein"; Gruene: 8 Prozent "Ja", 89
Prozent "Nein"; Die Linke: 33 Prozent "Ja", 62 Prozent "Nein".

Quelle: Greenpeace


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