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Wolfsstein bei Brokenlande erinnert an erlegten Wolf von 1820

09. Februar 2009 (Großenaspe/HL-Red.). "Isegrim" in Schleswig-Holstein gestern und heute - Aufstellung des Wolfssteins bei Brokenlande: Bei Brokenlande (Kreis Segeberg) nahe Neumünster wird künftig ein so genannter Wolfsstein daran erinnern, dass dort im Jahr 1820 der letzte frei lebende Wolf in Schleswig-Holstein erlegt worden war. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume begrüße die Aufstellung des Wolfssteins, betonte die zuständige Abteilungsleiterin Frau Margret Brahms bei einer Veranstaltung im Wildpark Eekholt, von dem die Initiative für die Anfertigung und Aufstellung des Steins ausgegangen war.

Nachdem im April 2007 im Kreis Ostholstein überraschend ein Wolf bei einem Verkehrsunfall getötet worden war, das erste Auftauchen eines frei lebenden Wolfs in Schleswig-Holstein nach fast 200 Jahren, müsse auch zwischen Nord- und Ostsee wieder mit dem Auftreten zumindest einzelner Wölfe gerechnet werden, sagte Brahms. Hintergrund sind die in den vergangenen Jahren beidseitig der Oder gewachsenen Wolfspopulationen. So hätten nämlich genetische Untersuchungen des in Ostholstein überfahrenen Tiers gezeigt, dass auch dieser etwa einjährige männliche Wolf aus dem sächsisch-polnischen Grenzgebiet stammte.

Der im Rahmen einer öffentlichen Aktion im Juli 2008 im Wildpark Eekholt durch einen Steinmetzmeister erstellte Wolfsstein solle deshalb nicht nur an den 1820 erlegten "Isegrim" erinnern, sondern überdies dazu beitragen, dass im Rahmen der Bewahrung der biologischen Vielfalt auch mit solchen Arten nachhaltig und umsichtig umgegangen wird, deren Lebensraumansprüche in einer Kulturlandschaft zu Schwierigkeiten führen können, also beispielsweise mit Wölfen.

Wie Brahms weiter sagte, arbeite das Ministerium derzeit an einem vorbeugenden Plan zum Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein, um für zukünftige Wolfsbesuche gerüstet zu sein. Der Plan soll Verlusten von Haustieren ebenso Rechnung tragen wie Belangen der Öffentlichkeitsarbeit und der Bestandserhebung. Ziel sei es, die unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen, denn Wölfe genießen als streng geschützte Art heute, anders als vor 200 Jahren, den höchstmöglichen gesetzlichen Schutz.

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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