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Atomstromausstieg Österreichs leider auf lange Bank verschoben

07. August 2011 (HL-Red-RB) Umweltdachverband zu Anti-Atom-Gipfel: Atomstromausstieg Österreichs leider auf die lange Bank verschoben! Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: viele Fragen für Österreichs Atomausstieg offen. Während mehr als 80 % der ÖsterreicherInnen einen sofortigen Ausstieg Österreichs aus Atomstrom-Handel und -Importen fordern, bringt der Anti-Atom-Gipfel keine klaren Anweisungen an die E-Wirtschaft und insbesondere an die Verbundgesellschaft, die Geschäfte mit dem Atomstrom endlich zu stoppen. Das ist wirklich ein enttäuschendes Ergebnis», so Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

«Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger hätten einen Ausstieg des Verbunds aus Atomstromimporten und -handel leicht erwirken können - mittels Beschluss im Verbund Aufsichtsrat/Hauptversammlung und Anweisung des Vorstandes könnte das sofort erfolgen. Warum das beim Anti-Atom-Gipfel nicht vereinbart wurde, ist unverständlich. Die Betreiber der AKW-Schrottmeiler in Tschechien und der Slowakei können somit bis auf Weiteres damit rechnen, dass sie über Österreichs Verbundgesellschaft massenhaft Atomstrom absetzen können», so Heilingbrunner.

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: viele Fragen für Österreichs Atomausstieg offen geblieben
Der Umweltdachverband begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzler Faymann zur verpflichtenden Kennzeichnung aller Stromimporte. Allerdings sind viele brennende Fragen einer umfassenden Roadmap für Österreichs Atomausstieg offen geblieben oder warten auf die Umsetzung:

1. Stromtransparenzverordnung, die Gewerbe, Handel und Industrie verpflichtet, die Stromzusammensetzung an ihre KundInnen bekanntgeben.

2. Maßnahmen, dass die Wasserspeicherkraftwerke nicht zu reinen Atomwaschmaschinen degradiert werden.

3. Haftungsklage Österreichs beim EuGH, damit die EU-Kommission verpflichtet wird, endlich strenge EU-Haftungspflichtregeln für den Atomkraftwerksbetrieb europaweit einzuführen.

4. Stopp des Ausbaus der 380 KV-Atomstromautobahnen nach Tschechien, Slowakei und Ungarn.

5. Umfassende Stromherkunftskennzeichnung und zwar für Stromerzeugung, Stromhandel, Pumpstrom und Strommix sämtlicher Betriebe mit öffentlicher Beteiligung.


Quelle
EUROTICKER
- erschienen am 2011-08-03 im europaticker - .

Mit Dank für die Erlaubnis zur redaktionellen Übernahme

erschienen am: 2011-08-03 im europaticker

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