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Natur Umwelt Klima Energie

Realisierung künft. Wertstofftonne nur Privatwirtschaft möglich?

08. März 2011 (HL-Red-RB) BDE sieht seine Auffassungen durch aktuelle Gutachten des Umweltbundesamtes bestätigt - Kurth: Künftige Wertstofftonne kann nur durch private Wirtschaft realisiert werden: Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. hat die Ergebnisse der vom Umweltbundesamt (UBA) initiierten drei Forschungsprojekte zur flächendeckenden Einführung der Wertstofftonne begrüßt. BDE-Präsident Peter Kurth: „Die vorgelegten Gutachten bestätigen die Auffassungen des BDE zur Ausgestaltung der künftigen Wertstofftonne vollauf – die Wertstofftonne muss mit dem Systemgeschäft verbunden werden und sollte nicht den Kommunen übertragen werden.“

Schon heute nutzten einzelne duale Systeme und Kommunen die in der Verpackungsverordnung eingeräumte Möglichkeit, sich im Rahmen des Systemgeschäfts auf die Miterfassung stoffgleicher Nichtverpackungen zu verständigen. Kurth: „Diese Projekte laufen mit großem Erfolg: Es werden wesentlich größere Wertstoffmengen dem Recycling zugeführt und das lediglich thermisch verwertbare Restmüllaufkommen geht signifikant zurück.“


Den Vorschlag des Verbandes kommunaler Unternehmen, zu einer Neuordnung der Verpackungsentsorgung unter kommunaler Regie zu kommen, wies Kurth als „durchsichtiges Manöver“ zurück. Kurth: „Die Verpackungsentsorgung in Deutschland ist trotz einiger Vollzugsmängel eine seit nunmehr 20 Jahren andauernde Erfolgsgeschichte, hinter der die private Entsorgungswirtschaft steht. Die Übernahme von Produktverantwortung durch die Industrie, gepaart mit mutigen Milliardeninvestitionen privater Branchenunternehmen in modernste Sortier- und Recycling-Technik sowie die Einführung des Wettbewerbs im Bereich der haushaltsnahen Verpackungsentsorgung haben dazu geführt, dass wir heute ein funktionierendes und preisgünstiges System in Deutschland haben, das in vielen Ländern nachgeahmt wird.“

Dieser erfolgreiche Weg müsse, so Kurth, unter den Regeln des fairen Wettbewerbs fortgeführt werden. Kurth: „Erfahrungs- und Technologieträger auf diesem Gebiet ist eindeutig die private Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft. Sie allein garantiert, dass das System der Verpackungsentsorgung hochwertig weiterentwickelt wird. Die Einführung kommunaler Monopolstrukturen würde dagegen in die Sackgasse führen.“

VKU-Positionspapier zur Neuordnung der Verpackungsverordnung:
Mut zu neuen Lösungen bei der Neuordnung der Verpackungsentsorgung
Kommunaler Hauptgeschäftsführer will mit aufgelösten Verband BDSD zu neuen Lösungen kommen

- Erschienen am: 2011-03-05 im europaticker -

Quelle:
EUROPATICKER - Verlag GmbH

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