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Agentur für Arbeit Lübeck

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Innenministerium und Wohnungswirtschaft unterzeichnen Klimapakt

16. Januar 2009 (Kiel). Der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids von Wohnungen für Heizung und Warmwasser soll bis 2020 um rund 29 Prozent gesenkt werden. Investitionen in Wärmedämmung und die Nutzung erneuerbarer Energien wie Sonne, Wind, Wasserkraft oder Biomasse sollen die Energieeffizienz beim Neubau und der weiteren Modernisierung der Wohnungen erhöhen. Das sind die Ziele des "Klimapakts Wohnen", den das Innenministerium und die schleswig-holsteinische Wohnungswirtschaft am Mittwoch (14. Januar) in Kiel unterzeichneten. Der Klimapakt soll helfen, die ökologischen und ökonomischen Folgen des Klimawandels in der Stadtentwicklung zu bewältigen.

Innenminister Lothar Hay nannte die Vereinbarung "ehrgeizig, aber machbar". Die Ziele seien realistisch und die einzelnen Maßnahmen konkret. Der Klimapakt schaffe gute Voraussetzungen, um Investitionen für mehr Klimaschutz im Wohnungsbestand und beim Neubau zu steigern. "Klimaschutz gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik der kommenden Jahre", sagte Hay. Es sei unumgänglich, dass künftig deutlich weniger Kohlendioxid in die Luft abgegeben werde und die Verbrauchskosten für Wärme und Wasser sinken. Der Klimapakt sichere einen hohen Qualitätsstandard im Wohnungsbau, sorge für zukunftsfähige Wohnquartiere und Stadtteile sowie für Wachstum und Beschäftigung im Handwerk und bei Bauunternehmen.

In dem Klimapakt haben sich das Innenministerium und die fünf wichtigsten wohnungswirtschaftlichen Verbände verpflichtet, die Kommunen und die einzelnen Mitgliedsunternehmen noch gezielter und intensiver zu beraten, zu unterstützen und auch finanziell zu fördern, um zusätzliche Investitionen zur Erhöhung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung von Gebäuden anzureizen. Informationskampagnen, Fachveranstaltungen, Wettbewerbe und Modellprojekte sollen ein breites Bewusstsein für die Ziele des Klimapaktes schaffen. "Mit Zwang erreichen wir nichts, wir müssen mit guten Argumenten überzeugen", sagte Hay.

Für einen Quadratmeter Wohnfläche wurden im vergangenen Jahr für Heizung und Warmwasser rund 175 Kilowattstunden verbraucht. Bis 2020 soll der durchschnittliche Energieverbrauch auf 115 Kilowattstunden verringert werden. In Schleswig-Holstein gibt es rund 1,35 Millionen Wohnungen. Davon wurden rund 1,1 Millionen Wohnungen vor der Ersten Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut; sie gelten teilweise noch als modernisierungsbedürftig. Der Wohnungsbestand der Mitglieder aller Klimapaktpartner umfasst rund 384.000 Wohnungen, das ist knapp ein Drittel des Gesamtbestandes. Diese Wohnungen haben bereits heute einen niedrigeren Durchschnittsverbrauch für Heizung und Warmwasser. Da in dieser Rechnung auch die rund 280.000 Wohnungen enthalten sind, die vor 1977 gebaut wurden, ist der Wohnungsbestand der Klimapaktpartner eine gute Ausgangsbasis für weitere energetische Verbesserungen, den wirtschaftlichen Werteerhalt und die Sicherung niedrigerer Nebenkosten in der Zukunft. Hay rief Kommunen, den Mieterbund, Umweltverbände und Versorgungsunternehmen auf, ihre Ideen und Initiativen in den Klimapakt einzubringen.

Die Partner des Klimapaktes Wohnen sind das Innenministerium, die Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Wohnungsunternehmen im Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), der Landesverband Nord des Bundesverbandes freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Haus & Grund Schleswig-Holstein, der Verband der Immobilienverwalter Schleswig-Holstein und der Verband Wohneigentum/Siedlerbund Schleswig-Holstein.

Quelle: Innenministerium/Hskultur

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