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NABU-"Sender"-Störche im Winterquartier angekommen

12. Februar 2011 (Berlin/HL-Red-RB) Beim "Aufräumen" aufgelaufener Eingänge leider übersehen. Da aber gerade die Wintermonate die spätere "Arbeit" des Klapperstorchs im dunklen Norden vorbereiten, hier ein Wort zu den "NABU-Senderstörche", die vor drei Wochen in ihren Winterquartier angekommen sind. Eine tolle Flugleistung: Beispielsweise legte Storchenmännchen „Hobor“ dahin mehr als 13.400 Kilometer zurück. Alle fünf weiteren von sechs vom NABU besenderten Störche „Anni“, „Gustav“, „Helmut“, „Michael“ und „Romy“, sind ebenfalls gut in ihren Winterquartieren angekommen, nachdem sie vor mehr als vier Monaten ihre schleswig-holsteinischen Brutplätze verlassen haben. Zurzeit halten sich fünf von ihnen in Afrika und einer in Spanien auf.

Der NABU hatte die sechs Weißstörche mit Satellitensendern
ausgestattet, die die Vögel wie kleine, kaum sichtbare Rucksäcke auf dem
Rücken tragen. Durch die von den Sendern registrierten Daten erhofft
sich der NABU wertvolle Informationen über den Einfluss des Klimas im
Winterquartier auf das Zugverhalten des Weißstorchs. Die Zugrouten der
Störche können im Internet unter www.NABU.de/stoerche live verfolgt
werden.

„Besonders überrascht hat uns die Tatsache, dass alle fünf Weißstörche
nach ihrer Ankunft in Afrika in den Tschad zogen, statt sich wie
erwartet in der gesamten Sahelzone zwischen Sudan und Tschadsee zu
verteilen“, so NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen. Sie wurden
offenbar von ergiebigen Regenfällen angezogen, die in den Wochen zuvor
die sonst karge Landschaft ergrünen ließen. Erst im November verließen
zwei Störche den Tschad, um weiter nach Osten in den Sudan zu ziehen,
während die anderen drei trotz zunehmender Trockenheit immer noch im
Tschad verharren.

Storchenmännchen „Hobor“ hat es am weitesten in den Süden gezogen. Er
hat seit seinem Start im August mehr als 13.400 Kilometer zurückgelegt
und rastet jetzt im Grenzgebiet zwischen Simbabwe, Botswana und
Südafrika.

Die Störchin „Romy“ hält sich derzeit im südlichen Sudan zwischen dem
Weißen Nil und der äthiopischen Grenze auf. „Gustav“ und „Anni“
vagabundieren im gleichen Gebiet östlich der tschadischen Hauptstadt
Ndjamena herum. „Manchmal übernachten sie nur wenige hundert Meter
voneinander entfernt“, so Projektleiter Thomsen. Storch „Michael“
machte einen Ausflug weit nach Westen, und verbrachte einige Wochen im
nördlichen Becken des ausgetrockneten Tschadsees.

In gut einem Monat machen sich die sechs Weißstörche schon wieder auf
den Weg in ihre Brutgebiete. „Helmut“ hat aus Spanien den kürzesten
Weg und wird als erster an seinem Nest in Schleswig-Holstein auftauchen.
Anfang April werden „Anni“, „Gustav“, „Michael“ und „Romy“
folgen. Nur „Hobor“, mit dem längsten Weg, wird dieses Jahr länger
brauchen.


Die Aktion ist Teil der Zugvogelkampagne „Born to Travel - Zum Reisen
geboren“ des NABU-Dachverbandes BirdLife International und wird durch
das Express-Transportunternehmen FedEx Express über United Way Worldwide
(UWW) unterstützt.

www.NABU.de


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