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„NDR aktuell“ zur Frage, warum Zahl der Organspenden gesunken

14. Januar 2009. „NDR aktuell“: Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Auch im Norden ist nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Organtransplantation dieser Trend zu verzeichnen. Professor Björn Nashan, Leiter der Transplantationsabteilung im Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) sagte in der Sendung „NDR aktuell“ im NDR Fernsehen, langfristige Daten zeigten, dass dies nicht an der mangelnden Bereitschaft der Bevölkerung liege, Organe zu spenden. Grund sei vielmehr die Organisation vor Ort in den Krankenhäusern. „Hier fehlt es an speziellen Beauftragten, Medizinern und Krankenschwestern, die geschult sind in der Kommunikation, im Umgang mit Angehörigen, die gerade einen ganz furchtbaren Schock erlitten haben“, so Nashan.

Der Prozess vom Tod eines Menschen bis hin zur Transplantation eines seiner Organe sei sehr komplex und dauere im Durchschnitt zwei bis drei Tage. Oftmals würden solche Abläufe am Freitagabend beginnen und sich über das Wochenende hinziehen. Dann sei aber kein Fachpersonal in den Kliniken. „Bisher machen das quasi immer Intensivmediziner im Nebenjob, nur die haben inzwischen immer mehr Aufgaben und es werden auch immer weniger. Das ist der Punkt, wo es zusammenbricht, hier wird das System überlastet, da fehlen die Leute.“ Die Deutsche Stiftung Organtransplantation fordere deshalb durchgreifende Reformen.

Quelle: NDR Hamburg

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