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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Atomenergie: Für den Ausstieg aus dem Ausstieg!

15. Oktober 2010 (HL-Red-RB) Das Petri Forum Ratzeburg übermittelte mit o. a. Titel folgenden Beitrag: "Was so kompliziert klingt ist doch ganz einfach. 2002 hatte die Bundesregierung einen Kompromiss ausgehandelt und sich festgelegt: Ausstieg aus der Atomenergie. Nun gibt es zunehmend politische Diskussionen den gesetzlich geregelten allmählichen Ausstieg aus der Atomenergie um durchschnittlich zwölf Jahre hinauszuschieben. Dem Votum der EKD, der Evangelischen Kirche in Deutschland, aus dem Jahr 2008 schloss sich die Synode der Nordelbischen Kirche auf ihrer Tagung am 23.-25. September 2010 an: „Kernenergie ist kein verantwortlicher Beitrag zum Klimaschutz und behindert den notwendigen Umbau der Energieversorgung.“

Während des letzten Pastorenkonventes des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg wurde intensiv über dieses Thema gesprochen. Das Kernkraftwerk Krümmel an der Elbe befindet sich im Kirchenkreis und wäre mit betroffen. Die Sorgen und Ängste der dort lebenden Menschen nimmt man sehr ernst. Zum einen die Gegner der Atomkraft, die um die Gesundheit ihrer Familien fürchten und zum anderen die dort Beschäftigten, die den Verlust ihres Arbeitsplatzes befürchten. Der Gesamtanteil der Energie aus Kernkraftwerken in Deutschland beträgt zwischen 5 und 11%, somit ist ein Ausstieg, wie 2002 beschlossen, kein Drama und würde unsere gesamte Energieversorgung nicht in Frage stellen. Die evangelische Nordelbische Kirche stellt sich der Verantwortung für unser Klima. Zurzeit läuft eine Kampagne, in der energetische Sanierungen der kirchlichen Gebäude geprüft und auf den Weg gebracht werden und jeder Mitarbeiter wird angehalten, sich ressourcenbewußt zu verhalten und über die Verwendung erneuerbarer Energien nachzudenken.

Pröpstin Frauke Eiben fordert die Bundesregierung auf, an dem seit 2002 geltendem Atomausstieg festzuhalten und erneuerbare Energien zu fördern. Kürzlich traf sie sich mit Vertreterinnen einer Elterninitiative in Geesthacht und erfuhr in einem intensiven Gespräch von den realen Ängsten der jungen Mütter. Ein großer Helferkreis hält das Thema wach und berichtet in der Öffentlichkeit über Studien, wie zum Beispiel die Kinderkrebsstudie, über Veränderungen und lebt selbst mit einer anderen Wertschätzung den Dingen gegenüber und will bewusst ein Leben ohne Überschuss an allem, ohne ausufernden Konsum, um des Kaufens willen praktizieren. Denn: Der Strom kommt nicht einfach nur aus der Steckdose!"


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